In Innsbruck präsentieren 16 Unternehmen Ideen für Tourismusmobilität

Die sechs bestgereihten Projekte wurden auf der Bühne vorgestellt und erhielten eine Urkunde. Rund 150 Vertreterinnen und Vertreter tauschten sich aus.
Kurz gefasst
KI-Zusammenfassung
- Am 28. Oktober stellten 16 Unternehmen im Innsbrucker Landhaus Lösungen für Tourismusmobilität vor.
- Aus 80 Bewerbungen aus 19 Ländern wählte die Jury 16 Unternehmen für die Teilnahme aus.
- Die Tirol Werbung will bis zu fünf Pilotvorhaben von Dezember bis Ende Februar begleiten.
Am 28. Oktober stellten 16 Unternehmen im Innsbrucker Landhaus ihre Produkte und Dienstleistungen für die Tourismusmobilität vor. Rund 150 Vertreterinnen und Vertreter von Interessengruppen kamen miteinander ins Gespräch. Auch viele Teilnehmende aus dem Tiroler Tourismus waren dabei.
Land Tirol, Tirol Werbung und Verkehrsverbund Tirol (VVT) riefen die Initiative „Mobility & Tourism Innovations“ ins Leben. Sie soll der Tourismusbranche Tirols Zugang zu bereits marktfähigen Lösungen aus ganz Europa eröffnen. Die drei Organisationen arbeiten dafür mit POINT& und vionmo zusammen. Die Tirol Werbung untersucht das Anreiseverhalten immer wieder. Dabei wird deutlich, dass die Mehrheit der Gäste in Tirol mit dem Pkw anreist.
Vier Themenfelder gaben den Einreichungen den Rahmen
Für die europaweit ausgeschriebene Initiative „Mobility & Tourism Innovations“ meldeten sich 80 Unternehmen aus 19 Ländern. Die Projekte konnten sich auf eines von vier Gebieten beziehen. Zur Auswahl standen „Gepäck neu denken“, „Intelligente Last Mile Lösungen“, „Information von Tür zu Tür“ und „Wildcard“. Die Projekte sollten sich verwirklichen lassen, wirtschaftlich funktionieren und auf unterschiedliche Zielgruppen zugeschnitten sein.
Die Jury bestimmte 16 Unternehmen für die Teilnahme. Auf der Bühne erläuterten die sechs am besten bewerteten Unternehmen ihre Projekte. Zum Abschluss bekamen sie eine Urkunde. Claudia Falkinger, Geschäftsführerin von POINT&, hielt eine Keynote zur zukunftssicheren und barrierefreien Mobilität im Tiroler Tourismus. Außerdem fand eine Diskussionsrunde auf dem Podium statt. Dabei wurde erörtert, wer die Tourismusmobilität in Tirol bis 2030 prägen wird und welche Zuständigkeiten damit verbunden sind.
Die Tirol Werbung will Pilotprojekte bei der Umsetzung begleiten
Beim ersten „Matchmaking“ kamen Unternehmen und Tourismusverbände beziehungsweise -betriebe im Landhaus zusammen. Für Projekte mit besonders hohem Umsetzungspotenzial ist eine Finanzierung durch die Tirol Werbung vorgesehen. Fachleute sollen die Vorhaben bei der Umsetzung begleiten. Bis zu fünf vielversprechende Pilotvorhaben begleitet die Tirol Werbung von Dezember bis Ende Februar mit Coaching, Unterstützung bei Förderungen, Vernetzung und einem konkreten Fahrplan für die Umsetzung.
Die Tirol Werbung beschreibt die vorgestellten Lösungen als technologische und soziale Innovationen. Viele davon berücksichtigten auch Barrierefreiheit. Verkehrslandesrat René Zumtobel sieht einfache und flexible Buchungen als Voraussetzung für eine klimaschonende Anreise mit Bus oder Bahn. In der Urlaubsregion brauche es zudem Möglichkeiten, für Aktivitäten von Ort zu Ort zu kommen, sowie Lösungen für den Gepäcktransport. Tourismuslandesrat Mario Gerber verwies auf digitale Angebote, KI-gestützte Plattformen und innovative Verkehrsmittel. Benjamin Kneisl, Vorsitzender des Verbands der Tiroler Tourismusverbände, zufolge sind Gäste in Tirol im Sommer wie im Winter deutlich häufiger mit Bus und Bahn unterwegs als im übrigen Österreich ohne Wien. Die Tiroler Tourismusverbände investieren jährlich weit mehr als zehn Millionen Euro in den öffentlichen Verkehr.
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