Kärnten fordert mehr Bundesmittel für inklusive Bildung

Kärnten fordert mehr Personal und Geld für Inklusion sowie Änderungen bei Lehrpersonal, Fachkräfteausbildung und Hitzeschutz.
Kärnten verlangt vom Bund zusätzliche personelle und finanzielle Ressourcen für inklusive Angebote in der Elementarpädagogik. Landesrat Peter Reichmann brachte dazu bei der Landeselementarpädagoginnen- und Landesbildungsreferentinnen-Konferenz am 2. Oktober in Feldkirch einen Antrag ein. Reichmann sagt, der Bedarf an inklusiven Maßnahmen steige seit Jahren.
Der Bund soll jene Mittel sichern, mit denen das bestehende Angebot aufrechterhalten und ausgebaut werden kann. Sollte das verpflichtende Kindergartenjahr auf zwei Jahre ausgeweitet werden, müssten laut Reichmann auch Kinder mit erhöhtem Förder- und Unterstützungsbedarf uneingeschränkt am Bildungs- und Betreuungsalltag teilnehmen können. Dafür seien auch die nötigen personellen und räumlichen Voraussetzungen erforderlich.
Für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf verlangt Kärnten eine Aktualisierung des Berechnungsschlüssels für das Lehrpersonal. Reichmann beziffert den derzeitigen Satz mit 2,7 Prozent und den tatsächlichen Bedarf mit 5,1 Prozent. Der geltende Satz sei vor rund 30 Jahren festgelegt worden. Die Bildungsreferentinnen und -referenten fordern, die Deckelung zu streichen oder zumindest anzuheben.
Kärnten fordert Änderungen bei Hort-Anstellungen und Hitzeschutz
Kärnten fordert eine Aktualisierung und Modernisierung des Lehrplans der BAfEP. Die berufsbildende höhere Schule bildet Fachkräfte für die Erziehung und Bildung von Kindern vom ersten Lebensjahr bis zum Schuleintritt aus. Wegen des Fachkräftemangels soll der Bund außerdem die fachlichen Anstellungserfordernisse für Erzieherinnen und Erzieher in Horten erweitern, damit dort auch Personen aus anderen Berufsgruppen mit ähnlichen Ausbildungen arbeiten können.
Kärnten fordert den Bund auf, Hitzeschutzmaßnahmen in dessen eigenen Gebäuden umzusetzen und Maßnahmen in Betreuungseinrichtungen und Bildungseinrichtungen anderer Schulerhalter finanziell zu unterstützen. Auch eine Vorverlegung der Sommerferien um zwei Wochen steht zur Debatte. Reichmann sagt, hohe Temperaturen in Klassen- und Gruppenräumen seien keine Ausnahme mehr. Zum Hitzeschutz zählten neben Klimaanlagen auch Beschattung, Begrünung, Sonnenschutz und geeignete Kühlsysteme.
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