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Nur jede dritte Kärntnerin nutzt Brustkrebs-Früherkennung

Nur jede dritte Kärntnerin nutzt die Brustkrebs-Früherkennung. Jährlich werden in Kärnten rund 460 Neuerkrankungen festgestellt.

Nur jede dritte Kärntnerin nutzt die Brustkrebs-Früherkennung. Damit ist Kärnten österreichweit Schlusslicht. Im Bundesland werden jährlich rund 460 Neuerkrankungen festgestellt. Jede achte Frau erkrankt im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs, der mit Abstand häufigsten Krebserkrankung bei Frauen.

Anlässlich des Internationalen Brustkrebstages lud Frau in der Wirtschaft Kärnten Unternehmerinnen ins Schloss Töscheldorf. Die Veranstaltung im Jahr der Frauengesundheit beleuchtete das Thema aus mehreren Blickwinkeln. WK-Vizepräsidentin und FiW-Vorsitzende Astrid Legner sagte, Unternehmerinnen schöben die eigene Vorsorge häufig auf. Die Wirtschaftskammer Kärnten unterstütze betroffene Unternehmerinnen mit der WKO-Betriebshilfe und den Notfallfonds, sagte sie.

Krenn erläutert Mammografie und Selbstuntersuchung

OÄ Dr. Martina Krenn, Brustkrebsspezialistin am Klinikum Klagenfurt, sprach über die Rolle von Genetik, Hormonen und Lebensstil sowie über Diagnostik, Therapie und Nachsorge. Im österreichischen Früherkennungsprogramm werden Frauen zwischen 45 und 74 Jahren alle zwei Jahre zur Mammografie eingeladen. Frauen zwischen 40 und 44 sowie ab 75 Jahren können sich selbst anmelden. Krenn verwies auch auf die monatliche Selbstuntersuchung.

Krenn sagte, die Überlebenschancen seien gut und umso besser, je früher Brustkrebs erkannt werde. Sie rief dazu auf, zur Früherkennung zu gehen und Auffälligkeiten nicht aufzuschieben. Psychotherapeutin und Klinische Gesundheitspsychologin Mag. Sigrid Pemberger-Mike sagte, rund ein Drittel aller Krebspatientinnen und -patienten entwickle im Krankheitsverlauf eine behandlungsbedürftige, aber gut behandelbare psychische Belastung. Leistungsorientierten Frauen empfahl sie, Aufgaben in kleine Zwischenziele zu unterteilen und früh zu klären, was sie Mitarbeitenden und Geschäftspartnern mitteilen möchten. Sport- und Ernährungswissenschaftlerin Jasmin Kuster erklärte, rund 150 Minuten Ausdauertraining pro Woche leisteten einen Beitrag zur Krebsprävention. Dazu komme Krafttraining zweimal pro Woche.

Fachleute stellen Unterstützungsangebote vor

Den Auftakt machte Dagmar Hager. Sie berichtete von ihrer Brustkrebsdiagnose im Jahr 2015, bei der die Erkrankung bereits gestreut hatte, und sagte, die Krankheit habe ihr Leben in ein Davor und ein Danach geteilt. „Prophylaxe ist kein Termin im Kalender, sondern eine Haltung“, betonte sie. Carmen Trapic von Haar la carte stellte ein mobiles Perücken-Service vor, das Betroffene zu Hause berät. Die Österreichische Krebshilfe Kärnten informierte über psychoonkologische und soziale Beratung, finanzielle Soforthilfe und Gruppenangebote. Die Breast Care Nurses Sonja Ofner und Josephine Winkler aus Klagenfurt standen für persönliche Gespräche zur Verfügung. Bei einer Vorstellungsrunde präsentierten die Teilnehmerinnen ihre Betriebe und knüpften beim anschließenden Light Lunch neue Kontakte.

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