Kärnten vermisst Landesstraßen für Sanierungsplan bis 2033

Die Untersuchung des rund 2.750 Kilometer langen Netzes soll bis Juni 2027 abgeschlossen sein und die Sanierungsreihung für 2028 bis 2033 stützen.
Ein Spezialfahrzeug erfasst aktuell den Zustand des rund 2.750 Kilometer langen Kärntner Landesstraßennetzes. Es prüft die Fahrbahnen mithilfe technischer Messgeräte und Kameras, die Videoaufnahmen machen.
Die Messwerte sollen bis Juni 2027 gesammelt und ausgewertet sein.
Die Messdaten fließen in die Sanierungsplanung ein
Das Landesstraßennetz wird in Kärnten seit rund 25 Jahren regelmäßig bewertet. Die Straßenprüfung wurde 2020 zum ersten Mal digital vorgenommen. Die aktuelle Erhebung ist die zweite digitale Zustandserfassung dieser Art.
Die Beschaffenheit der Fahrbahnoberflächen wird ebenfalls beurteilt. Dabei misst das Verfahren Abweichungen von einer ebenen Fahrbahn, erfasst Risse und prüft die Makrotextur. Für die Analyse gelten überall dieselben Maßstäbe. Im nächsten Schritt bekommt jede Straße nach dem Prinzip von Schulnoten einen Wert zwischen eins und fünf.
Die Bewertung fließt in die Entscheidung ein, welche Sanierungsprojekte zwischen 2028 und 2033 Vorrang erhalten. Straßenbaureferent und Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber sagte: „Die digitale Zustandserfassung ermöglicht es, Sanierungen frühzeitig zu erkennen und Investitionen effizienter zu tätigen.“ Für die jährlichen Bauprogramme werden nach Gruber sowohl die Zustandsbewertung als auch die verfügbaren Verkehrsdaten herangezogen.
Das Straßenbauprogramm 2026 verzeichnet rund 220 Vorhaben für Bau und Planung. Das Budget für das Programm beläuft sich auf rund 46 Millionen Euro. Sieben Millionen Euro fließen außerdem in die Deckensanierung im gesamten Land. Die Finanzierung beruht auf Ersatzbeträgen. Das Land Kärnten handelte diese mit Unternehmen aus, die beim sogenannten Baukartell mitwirkten.
Wegen des angespannten Budgets waren 17 Sanierungsprojekte zunächst erst für die kommenden Jahre eingeplant. Mit den zusätzlichen Mitteln lassen sich die Vorhaben noch 2026 durchführen. Die Bauarbeiten verteilen sich derzeit auf rund 50 Baulose in Kärnten. Die digitale Zustandserhebung ergänzt die periodische Brücken- und Objektprüfung. Als Ziel nennt das Land, die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen und die Qualität des Landesstraßennetzes auf hohem Niveau zu sichern.
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