klimaaktiv-Siegel geht an Kontrollstelle Radfeld

Das Gütesiegel würdigt die klimafitte Bauweise. Der Umbau schuf mehr Platz für die Polizeikräfte.
Die Kontrollstelle Radfeld wurde für ihre nachhaltige und klimafitte Bauweise mit dem Bundesgütesiegel „klimaaktiv – Nachhaltiges Bauen und Sanieren“ ausgezeichnet. Johannes Kessler von der Abteilung Hochbau und Stefan Kammerlander von der Abteilung Mobilitätsplanung nahmen die Auszeichnung für die am Bau maßgeblich beteiligten Landesabteilungen entgegen.
Die Bauarbeiten waren im Frühjahr 2026 abgeschlossen. Durch den Umbau steht den Polizeikräften mehr Platz zur Verfügung, und das Gebäude wurde auf den neuesten Stand gebracht. Das Land Tirol investierte rund 3,5 Millionen Euro.
Photovoltaik und Wärmepumpe ergänzen den Holzbau
Der Um- und Zubau wurde nach dem klimaaktiv-Standard und entsprechend der Tiroler Nachhaltigkeits- und Klimastrategie umgesetzt. Auf dem Dach befindet sich eine Photovoltaikanlage, beheizt wird das Gebäude mit einer Wärmepumpe. Die neuen Räume entstanden in Holzmassivbauweise.
Die schallschützende Gebäudehülle ist mit Zellulose gedämmt. Zum Einsatz kamen Recyclingbeton und eine hybride Konstruktion aus Beton und Holz. Die hinterlüftete Fassade besteht aus Restmaterial der Glasfaserbetonproduktion und erfüllt die für Polizeigebäude notwendige Schusssicherheit. Auch die technischen Voraussetzungen für E-Ladestationen wurden geschaffen.
Die Kontrollstelle besteht seit Anfang der 2000er-Jahre und ist ein wesentlicher Teil der Tiroler Infrastruktur für Schwerverkehrskontrollen. Technische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesdienstes sowie der ASFINAG unterstützen die Polizei bei den Kontrollen. Im Jahr 2025 leistete die Polizei in Tirol dafür rund 87.000 Arbeitsstunden und ahndete rund 68.000 Übertretungen.
Klimaschutz- und Verkehrslandesrat René Zumtobel verwies auf mögliche Sicherheitsrisiken durch missachtete Lkw-Fahrverbote, technische Mängel, falsche Ladungssicherung und Übertretungen der Lenkzeiten. Stetige Kontrollen entlang der Autobahn und am Landesstraßennetz seien wesentlich für die Sicherheit auf Tirols Straßen, sagte Zumtobel.
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