Konkursverfahren über Wuff´s Best & Gizmo aus Lustenau eröffnet
Bild mit KI erstellt Das Landesgericht Feldkirch eröffnete das Konkursverfahren. Mindestens 38 Gläubiger sind mit Forderungen von rund 2,02 Millionen Euro betroffen.
Das Landesgericht Feldkirch eröffnete am 7. Oktober 2026 über das Vermögen der Wuff´s Best & Gizmo Onlinehandel+ GmbH das Konkursverfahren zu GZ 13 S 69/26s. Zur Insolvenzverwalterin bestellte das Gericht Dr. Manuela Schipflinger-Klocker.
Das Unternehmen wurde 2022 gegründet und firmierte zunächst als NAZH Trading GmbH. Seit August 2024 tritt es unter seinem heutigen Namen auf. Es handelte online mit Hundeartikeln sowie Haushalts- und Elektronikgeräten und führte den Geschäftsbetrieb von Lustenau aus. Zum Zeitpunkt der Antragstellung waren sämtliche Dienstverhältnisse bereits aufgelöst. Die bisherigen Büroräumlichkeiten wurden per 30. September 2026 zurückgelegt.
Frühere Sanierung scheitert an neuerlicher Zahlungsunfähigkeit
Als Gründe für die neuerliche Insolvenz nennt die Schuldnerin mehrere negative Entwicklungen nach einem früheren Sanierungsverfahren. Die geplanten Umsätze wurden nicht erreicht. Der Wegfall einer wesentlichen Produktgruppe für die Sommersaison führte zu erheblichen Umsatzeinbußen. Außerdem scheiterte ein erwarteter Vergleich in einem anhängigen Gerichtsverfahren, wodurch wesentliche Finanzierungsmittel ausblieben. Der dauerhafte Wegfall wichtiger Zahlungs- und Vermarktungsmöglichkeiten sowie Belastungen aus Gewährleistungsfällen wirkten sich laut Schuldnerin ebenfalls negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung aus.
Das Landesgericht Feldkirch hatte am 23. Februar 2026 ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung eröffnet. Der damalige Sanierungsplan sah eine Quote von insgesamt 20 Prozent vor. Die erste Quotenzahlung war für den 16. Oktober 2026 vorgesehen. Wegen der neuerlichen Zahlungsunfähigkeit konnte die Schuldnerin diese Verpflichtungen nicht erfüllen.
Von dem Konkursverfahren sind laut den vorliegenden Unterlagen zumindest 38 Gläubiger mit Gesamtforderungen von rund 2,02 Millionen Euro betroffen. Als Vermögenswerte wurden insbesondere Warenbestände, Bankguthaben und verschiedene Forderungsansprüche angegeben. Ob und in welchem Umfang diese Forderungen realisierbar sind, soll im weiteren Verfahren geprüft werden.
Eine Unternehmensfortführung wird nicht angestrebt. Das Unternehmen soll liquidiert werden. Die Schuldnerin hält eine neuerliche Sanierung nach eigenen Angaben nicht mehr für realistisch und sieht keine wirtschaftlich tragfähige Grundlage für eine Fortführung. Die Frist für Forderungsanmeldungen endet am 16. November 2026. Die Prüfungstagsatzung ist für den 30. November 2026 um 8.30 Uhr angesetzt. Forderungen können bereits über den AKV angemeldet werden.
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