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Kostenloser Diabetes-Check beginnt am 5. Oktober in Kärnten

Von 5. bis 17. Oktober können Menschen den HbA1c-Wert in 64 Kärntner Apotheken kostenlos und ohne Voranmeldung messen lassen.

Das Land Kärnten und die Kärntner Apothekerkammer führen ihre gemeinsame Vorsorgeaktion „Weil Zucker nicht nur süß sein kann“ zum vierten Mal durch. Von 5. bis 17. Oktober können Interessierte in 64 Kärntner Apotheken den Langzeit-Blutzuckerwert HbA1c kostenlos und ohne Voranmeldung bestimmen lassen. Heuer beteiligen sich mehr Apotheken als im Vorjahr.

Das Angebot richtet sich an Menschen ab 45 Jahren ohne bekannten Diabetes. Jüngere Menschen sollten ihr Risiko besonders bei Übergewicht oder Adipositas, Bluthochdruck oder einem früheren Schwangerschaftsdiabetes abklären lassen. Für die Messung ist ein kleiner Stich in den Finger nötig, das Ergebnis liegt nach wenigen Minuten vor. Bei auffälligen Werten wird eine weitere medizinische Abklärung bei Hausärztinnen und Hausärzten, Diätologinnen und Diätologen oder Internistinnen und Internisten empfohlen.

Im Jahr 2025 nutzten 5.584 Menschen das kostenlose Angebot. Bei 1.640 wurde Prädiabetes und bei weiteren 296 Diabetes festgestellt. Bei knapp 35 Prozent der Getesteten war der Langzeit-Zuckerwert auffällig.

Eine nach der Aktion 2025 erstellte ökonomische Analyse wird auch in diesem Jahr durchgeführt. Eine Modellrechnung des Instituts für Pharmaökonomische Forschung im Auftrag der Österreichischen Apothekerkammer verglich Tests in Apotheken mit einer Situation ohne Testung. Laut Berechnung werden dadurch über fünf Jahre 6,76 Millionen Euro an direkten medizinischen Kosten eingespart. Mit Screening und anschließender Betreuung entwickeln laut Modellrechnung durchschnittlich drei von 100 Personen mit Prädiabetes innerhalb eines Jahres Diabetes. Ohne Screening wären es knapp sieben von 100. Das entspricht rund 55 Prozent weniger Übergängen von Prädiabetes zu Diabetes.

Ergänzend zur Testaktion gibt es im November vier Informationsveranstaltungen in Spittal, Villach, Klagenfurt und Wolfsberg. Gesundheitslandesrätin Beate Prettner sagt, ein Messwert allein verändere noch keinen Lebensstil. Es brauche auch Information und Unterstützung.

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