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Menschen stehen vor einem bunt gestalteten Kleinbus der Kärntner Linien.

Rund 373.000 Menschen werden erreicht, bis zum Ende der Legislaturperiode soll das Angebot 100 Gemeinden umfassen.

Mit September 2026 verfügten 97 Kärntner Gemeinden über ein Mikro-ÖV-System. Die Angebote erreichen rund 373.000 Einwohnerinnen und Einwohner. In 42 Gemeinden übernimmt das GO-Mobil die Adresse-zu-Adresse-Bedienung ohne zusätzliche Haltepunkte. In den übrigen 55 Gemeinden werden rund 4.800 Haltepunkte sowie etwa 1.800 Haltestellen des öffentlichen Verkehrs bedient.

Erst kürzlich nahmen weitere Angebote in der Region Völkermarkt, im Oberen Drautal, im Zollfeld und Umgebung, im Lavanttal sowie im Bezirk Spittal den Betrieb auf. Für den Ausbau stellt das Mobilitätsreferat jährlich rund drei Millionen Euro bereit. Bis 2028 sind insgesamt neun Millionen Euro vorgesehen. Damit sollen Gemeinden bestehende Systeme weiterentwickeln oder neue Angebote einführen können.

Die Mikro-ÖV-Strategie des Landes Kärnten wurde im Herbst 2024 auf Initiative von Mobilitätslandesrat Sebastian Schuschnig auf den Weg gebracht. Sie soll den Zugang zu flexiblen, bedarfsorientierten Angeboten erleichtern und diese mit dem bestehenden Linienverkehr verknüpfen. Bis zum Ende der Legislaturperiode sollen Mikro-ÖV-Lösungen in insgesamt 100 Kärntner Gemeinden sichergestellt werden.

Mikro-ÖV-Angebote sind kleinräumig, flexibel und am tatsächlichen Bedarf orientiert. Dazu zählen etwa Anruf-Sammeltaxis und Rufbusse. Sie können als Zubringer zu Bahnhöfen und Bushaltestellen dienen und Mobilitätslücken schließen, wenn der öffentliche Linienverkehr die Nachfrage nicht abdeckt. Die Systeme ergänzen Bus und Bahn, ersetzen sie aber nicht.

Im September fanden die Umsteigertage zum siebten Mal statt. Eine Woche lang konnten Fahrgäste das gesamte Angebot der Kärntner Linien kostenlos und ohne Ticket testen. Erstmals waren auch ausgewählte Mikro-ÖV-Angebote wie das Postbus Shuttle kostenlos nutzbar. Während der Aktionswoche stieg die Öffi-Nutzung insgesamt um rund 30 Prozent. Im Schienennahverkehr wurde eine Frequenzsteigerung von etwa 50 Prozent verzeichnet, die rund 130.000 zusätzlichen Fahrgästen entsprach.

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