Neue Ausstellung in Innsbruck zeigt Flüsse, Bäche und Seen

Der zehnte Teil der interaktiven Euregio-Ausstellung ist eröffnet und widmet sich dem kartierten Gewässernetz der drei Landesteile.
Der Ausstellungsteil „Der Atlas Tyrolensis & die Wasser Tirols“ wurde am Montag, 12. Oktober, im Infopoint der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino in Innsbruck eröffnet. Er ist der zehnte Teil der interaktiven Euregio-Ausstellung. Besucherinnen und Besucher können dort die Geschichte und Gegenwart der Gewässer der drei Landesteile kennenlernen.
Der historische Teil der Ausstellung wird in enger Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck schrittweise erweitert. Das Thema Wasser ist nach dem Kapitel „Gletscher“ das zweite, das aus dem Jubiläum „250 Jahre Atlas Tyrolensis“ im Jahr 2024 hervorgegangen ist.
Die Schau zeigt Gewässer und menschliche Eingriffe
Der neue Teil zeigt das von Peter Anich und Blasius Hueber kartierte Netz aus Flüssen, Bächen und Seen. Universitätsprofessor Kurt Scharr und Dozent Georg Neuhauser vom Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie berichteten über die Schwerpunkte. Die Ausstellung behandelt die Bedeutung der Gewässer für Landschaft, Orientierung und regionale Identität sowie Veränderungen durch menschliche Eingriffe. Dazu zählen Flussregulierungen und Stauseen ebenso wie Wasserreichtum und Wasserkraft als Ressourcen für Gesellschaft und Wirtschaft.
Bei der Eröffnung bezeichnete Tirols LHStv Josef Geisler, unter anderem zuständig für Wasserwirtschaft, Energie und Sicherheit, Wasser als Ursprung des Lebens, Motor der Wirtschaft und verbindendes Element über Grenzen hinweg. Die Ausstellung mache sichtbar, wie sehr Wasser Geschichte, Identität und Zukunft präge, sagte er. Angesichts des Klimawandels müsse das Gut gemeinsam geschützt und verantwortungsvoll genutzt werden. Brigitte Truschnegg, Dekanin der Philosophisch-Historischen Fakultät, sieht in der Erweiterung eine Möglichkeit, wissenschaftliche Erkenntnisse einem breiten Publikum zugänglich zu machen und das Bewusstsein für die historische Bedeutung des gemeinsamen Wassernetzes zu stärken.
Die Euregio-Ausstellung ist montags bis donnerstags von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 17 Uhr sowie freitags von 9 bis 12 Uhr für alle zugänglich. Zwei Bildschirme mit Zeitstrahl und taktilen Suchlupen helfen dabei, Ereignisse und Orte historisch und geografisch einzuordnen. Die Inhalte werden auf Deutsch, Italienisch, Ladinisch und Englisch präsentiert. Führungen können nach Terminvereinbarung gebucht werden.
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