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Niederösterreich ehrt 19 sanierte Presshäuser mit PlakettenBild mit KI erstellt

Josef Semrad aus Putzing erhielt den Jury-Sonderpreis. Das Land verlieh insgesamt 19 Plaketten für fachgerecht sanierte Presshäuser.

Das Land Niederösterreich verlieh bei einem Festakt im Himmelkeller von Kronberg 19 Plaketten an fachgerecht sanierte historische Presshäuser. Die Auszeichnung „Ich bin NÖ Baukulturerbe“ vergibt das Land seit 2025. Fachgerecht sanierte historische Presshäuser gibt es etwa in Hadres, Raschala und Bogenneusiedl.

Der Jury-Sonderpreis ging an Josef Semrad aus Putzing. Mehr als 120 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil. Am Podium diskutierten Fachleute aus dem Bereich Baukultur, dem Kellergassenmanagement, der Abteilung Kunst und Kultur des Landes sowie dem Bundesdenkmalamt. Kellergassen-Bauberater Matthäus Barthofer gab Einblicke aus erster Hand. Das Duo Scheck umrahmte den Abend musikalisch, Kathrin Körber moderierte.

Semrads Presshaus bewahrt seine historische Form

Bei der aufwändigen Sanierung von Semrads Presshaus sollte die überlieferte Form und der ursprüngliche Charakter erhalten bleiben. Das Mauerwerk und die historische Ausstattung mit Gerätschaften blieben bestehen. Das Vorgehen gilt als Vorzeigebeispiel für die Sanierung von Kellergassen.

Die Bauberaterinnen und Bauberater des Landes empfehlen traditionelle Materialien, möglichst wenige Verblechungen, Türen und Fenster aus Holz sowie Tonziegel für das Dach, vorzugsweise die Wiener Tasche. Die prämierten Keller erfüllen diese Vorgaben und dürfen die Plakette ab sofort an ihrer Fassade anbringen.

Das Land übernimmt einen Teil der Beratungs- und Sanierungskosten für historische Presshäuser, wenn diese fachgerecht saniert werden. Voraussetzung für die Förderung ist eine Kellergassen-Schutzzone. Ob ein Presshaus in einer solchen Zone liegt, erfahren Eigentümerinnen und Eigentümer beim jeweiligen Gemeindeamt.

Das Handbuch Kellergasse enthält Empfehlungen etwa zum Mischungsverhältnis von Kalkputz und zur Sanierung des Dachstuhls. Gemeinden mit historischer Kellergasse finden darin auch Informationen zu Flächenwidmung, Bebauungsplan und Schutzzonen. In den kommenden Jahren sollen sich auch Lesehöfe, Vierkanter, Stadl und Dörrhäuser um die Auszeichnung bewerben können.

Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf verwies auf die Bedeutung der Kellergassen für Weinbau und Kulturlandschaft. Nach seinen Angaben werden in Niederösterreich auf rund 27.000 Hektar Reben angebaut. Die 1.300 Kellergassen mit 37.000 Kellern seien Arbeitsplätze für Winzerinnen und Winzer sowie baukulturelle Zeugnisse.

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