NÖ Kompetenzatlas wird in Wiener Neustadt präsentiert

Der Atlas soll Aus- und Weiterbildung in Niederösterreich übersichtlich machen und laufend um neue Angebote ergänzt werden.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und Arbeitsmarkt-Landesrat Susanne Rosenkranz luden am 21. Oktober 2026 zum Arbeitsmarktgipfel „Wirtschaft und Arbeit im Dialog“ bei der Triumph International AG in Wiener Neustadt.
Vertreterinnen und Vertreter von AMS, Arbeitskammer, Wirtschaftskammer, Industriellenvereinigung und Sozialministeriumservice tauschten sich darüber aus, welche Kompetenzen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer künftig wichtig sein werden. Ziel des Austauschs war, Arbeitssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit auch künftig sicherzustellen.
Der Kompetenzatlas soll Aus- und Weiterbildung übersichtlich bündeln
Bei dem Gipfel wurde auch der neu aufgestellte NÖ Kompetenzatlas vorgestellt. Die Plattform soll Menschen, die sich beruflich weiterentwickeln oder neue Qualifikationen erwerben möchten, einen Überblick über Aus- und Weiterbildung in den jeweiligen Bereichen geben. Sie wird laufend weiterentwickelt und aktualisiert, damit Veränderungen rasch berücksichtigt und neue Angebote zeitnah aufgenommen werden können.
Johanna Mikl-Leitner sagte, die Chancen der Digitalisierung sollten genutzt werden, während der Mensch im Mittelpunkt bleibe. Der Atlas solle dabei helfen, passende Qualifizierungs- und Weiterbildungsangebote zu finden und die Chancen am Arbeitsmarkt zu verbessern. Susanne Rosenkranz betonte, Land und Partner müssten künftige Qualifikationen mit den Bedürfnissen der niederösterreichischen Unternehmen abstimmen. Junge Menschen sollten möglichst früh erfahren, welche Chancen eine Lehrausbildung und die daran anschließenden Qualifikationen bieten.
AK Niederösterreich-Präsident und ÖGB Niederösterreich-Vorsitzender Markus Wieser verwies auf Angebote der Arbeiterkammer für Fort- und Weiterbildung, Berufsorientierung und Bildungsberatung. WKNÖ-Präsident Wolfgang Ecker sagte, KI solle bereits in der Lehrausbildung berücksichtigt werden und Lehrinhalte müssten laufend angepasst werden. Im WIFI gibt es laut Ecker Kurse zu KI. Ein geplantes KI-gestütztes WIFI-Service soll Fähigkeiten mit passenden Bildungsangeboten und dem Fachkräftebedarf zusammenbringen.
Barbara Ascher, Vizepräsidentin der Industriellenvereinigung Niederösterreich, betonte, dass die Industrie neben Fachwissen zunehmend Menschen brauche, die technologische Entwicklungen verstehen und sich weiterentwickeln. Sandra Kern, Landesgeschäftsführerin des AMS NÖ, sagte, KI könne dort Kompetenzen und Jobchancen schneller zusammenzuführen, ersetze aber keine menschliche Entscheidung. Günther Widy, Leiter des Sozialministeriumservice Niederösterreich, verwies auf Unterstützungsangebote des Netzwerks Berufliche Assistenz, darunter AusbildungsFit für ausgrenzungsgefährdete Jugendliche und Menschen mit Behinderung.
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