Nur 26 von 110 Lebensraumbewertungen in Österreich sind günstig
Bild mit KI erstellt Bei Mooren und Gewässern ist keine Bewertung günstig. Unter Äckern und Wiesen liegen 12.440 Hektar entwässerte Moorböden.
Der Biodiversitäts-Monitor verweist auf Österreichs Meldung an die EU nach der FFH-Richtlinie: Für 2019 bis 2024 sind 26 von 110 Bewertungen von Lebensräumen günstig. Bei Mooren und Gewässern gab es keine einzige günstige Bewertung.
Das nicht gewinnorientierte Datenprojekt ergänzt die Seite „Klima Kompakt“ des BMLUK um bisher fehlende Daten. Das BMLUK steht unter der Leitung von Norbert Totschnig. Das Ministerium schreibt: „Biodiversität ist für Klimaschutz essenziell.“
Unter Äckern und Wiesen liegen 12.440 Hektar entwässerte Moorböden. Laut Entwurf des Wiederherstellungsplans soll bis 2030 nicht einmal jeder dreizehnte Hektar wieder nass werden.
Der Monitor hält auch den Wald nicht mehr für eine sichere Senke. Laut Umweltbundesamt nahmen Landnutzung und Wald Anfang der 1990er-Jahre rund 15 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent auf. 2023 gaben sie rund 7,5 Millionen Tonnen CO₂-Äquivalent ab.
„Wer Biodiversität essenziell nennt, muss auch sagen, wie es um sie steht – mit Zahlen und Quellen“, sagt Philip Reitsperger, Initiator des Monitors.
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