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KI-generiertes Bild: Eine blaue Handschuhhand hält ein beschriftetes Blutröhrchen mit violettem Verschluss.KI-Bild

Der ÖGB empfiehlt Vorsorge und Hilfe bei psychischen Belastungen. Männer ab 50 können bei der Vorsorgeuntersuchung kostenfrei einen PSA-Test machen lassen.

Zum Movember, dem Aktionsmonat für Männergesundheit im November, ruft der ÖGB zu Vorsorge, ärztlicher Abklärung und Gesprächen über psychische Belastungen auf. Laut ATHIS 2025 verbringen Männer 62,7 Jahre bei guter Gesundheit und nehmen ärztliche Hilfe seltener in Anspruch. Statistik Austria zufolge liegt die gesunde Lebenserwartung damit unter dem gesetzlichen Pensionsalter. Männer berichten zudem häufiger von Bluthochdruck und Diabetes.

Claudia Neumayer-Stickler, Leiterin des ÖGB-Referats für Gesundheits- und Sozialversicherungspolitik, appelliert: „Auf die eigene Gesundheit zu achten, ist kein Zeichen von Schwäche. Männer sollten Vorsorgeangebote nutzen und sich auch bei psychischen Belastungen Unterstützung holen.“

Alle Menschen über 18 Jahre können die Vorsorgeuntersuchung einmal jährlich in Anspruch nehmen. Männer ab 50 können dabei kostenfrei einen PSA-Test zur Früherkennung von Prostatakrebs durchführen lassen. Der Bluttest bestimmt das prostataspezifische Antigen. Vorab sollte ärztlich über Vor- und Nachteile sowie ein mögliches familiäres Risiko gesprochen werden.

ATHIS 2025 nennt Depressionswerte bei Männern

Laut ATHIS 2025 berichteten 9,9 Prozent der Männer von einer Depression in den vergangenen zwölf Monaten. Bei den 30- bis 44-Jährigen waren es 12,3 Prozent. Der ÖGB rät, psychische Belastungen ernst zu nehmen und ärztliche, psychologische oder psychotherapeutische Angebote zu nutzen. Neumayer-Stickler sagt: „Wer psychisch belastet ist, muss nicht warten, bis gar nichts mehr geht. Darüber zu sprechen und Beratung oder Behandlung in Anspruch zu nehmen, ist ein wichtiger Schritt. Hilfe anzunehmen, ist eine Stärke.“

Betriebliche Gesundheitsförderung kann spezifische Angebote für Männer am Arbeitsplatz schaffen, um gesundheitlichen und psychischen Belastungen frühzeitig vorzubeugen. Aktionsmonate wie der Movember können und müssen für zielgruppenspezifische Maßnahmen genutzt werden. Für den ÖGB darf Gesundheit nicht allein Privatsache sein. Neumayer-Stickler sagt: „Wer Männergesundheit stärken will, muss auch auf die Arbeitsbedingungen schauen. Es braucht gesundheitsfördernde Arbeitsplätze und Raum, Belastungen offen anzusprechen.“

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