Polizei verstärkt Halloween-Streifen in der Steiermark
KI-Bild Für Halloween sind in der Steiermark sehr viele Polizeikräfte eingeplant. Mehr Streifen sollen besonders Graz, Leoben, Bruck an der Mur und Kapfenberg abdecken.
Für die Halloween-Nacht auf Sonntag hat die steirische Polizei sehr viele Einsatzkräfte eingeplant. Die zusätzlichen Streifen sollen im ganzen Bundesland unterwegs sein. Im Mittelpunkt stehen die größeren Städte Graz, Leoben, Bruck an der Mur und Kapfenberg. Wie viele Polizisten es genau sein werden, bleibt aus einsatztaktischen Gründen offen.
Grundlage der Planung sind auch Informationen aus sozialen Netzwerken. Polizeisprecher Fritz Grundnig erklärte, der Polizei seien die Aufrufe bekannt und sie habe sie bei der Vorbereitung berücksichtigt. Dazu zählen teils KI-basierte Demo-Aufrufe, die etwa in Deutschland gehäuft auftauchen. Greifbare Hinweise auf konkrete Störaktionen oder Vandalismus liegen der Polizei derzeit nicht vor.
Protestaufrufe vor Halloween
Unter „GenZ regelt“ werden für Samstag Proteste in mehreren österreichischen Städten angekündigt. Als Vorbild gelten die Krawalle in Frankreich. Zeitlich nahe gewalttätige Versammlungen dort und in anderen Ländern wirken auch auf Halloween nach. Auf TikTok stehen die Hashtags „GenZ wacht auf“ und „GenZ regelt“ bei Aufrufen für die Halloweennacht.
Für Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) sind die Aufrufe sehr ernst zu nehmen, obwohl keine zentrale Gruppe die Proteste organisiert. Er kündigte konsequentes Einschreiten an. Das Innenministerium verweist auf einzelne Mobilisierungsversuche im Netz. Deren Ziel sind nach Einschätzung des Ministeriums offenbar gewaltbereite, staatsgefährdende oder anders subversive Treffen oder Veranstaltungen.
In Graz verlief Halloween in den vergangenen Jahren verglichen mit anderen Städten ruhig. Einzelne Körperverletzungen und Sachbeschädigungen gab es dennoch. Weitere Sachbeschädigungen hält die Polizei auch heuer für möglich. Nach ihren Erfahrungen nehmen Anzeigen wegen beider Delikte zu Halloween zu. Sie will diese sorgfältig bearbeiten, Verstöße konsequent verfolgen und die Täter anzeigen.
Auch vermeintliche Streiche können strafrechtliche Folgen haben: Bei Würfen mit Eiern, Mehl, Farbe oder anderen Substanzen gegen Häuser, Autos oder Menschen kommen Anzeigen wegen Sachbeschädigung und bei betroffenen Menschen auch wegen Körperverletzung infrage. Hindernisse und Wegsperren auf Straßen sind strafbar und können schwere Unfälle auslösen. Für Lärm, übertriebene Klingelstreiche und absichtliches Erschrecken von Passanten sind Verwaltungsstrafen möglich.
Die Polizei rät, Spielzeugwaffen und ähnliche Requisiten daheim zu lassen. Vor allem im Dunkeln können sie missverstanden werden. Außerdem weist sie auf die Strafbarkeit alkoholisierten Lenkens hin. Eltern sollen mit ihren Kindern besprechen, welches Verhalten angemessen ist und welche strafrechtlichen oder finanziellen Folgen drohen können. Jugendliche und Erwachsene sollen sich rücksichtsvoll und umsichtig verhalten. Sichtbare Kleidung oder Reflektoren empfiehlt die Polizei allen, die in der Halloween-Nacht im Straßenverkehr unterwegs sind.
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