Roboter unterstützen Speisenverteilung in St. Pölten
Bild mit KI erstellt Roboter übernehmen wiederkehrende Routinen, QR-Codes unterstützen die Tabletterkennung und die Zusammenstellung individueller Mahlzeiten.
Am Universitätsklinikum St. Pölten wurde ein System umgesetzt, das die Speisenverteilung teilweise automatisiert und digitalisiert. Pro Mahlzeit werden rund 1.200 Patientinnen- und Patiententabletts versorgt. Täglich gibt es drei Mahlzeiten, jährlich fallen etwa 1,3 Millionen Ausgabevorgänge an.
Die Logistik und das Zugänglichmachen der benötigten Angaben gehören zu einem durchgängigen Ansatz, mit dem das System die gesamte Versorgung in den Blick nimmt. Bei regelmäßig anfallenden Routinearbeiten sinkt die Belastung der Beschäftigten, weil Robotersysteme die dafür geeigneten Schritte automatisch erledigen. Tätigkeiten, die menschliche Erfahrung, Fachwissen und Flexibilität erfordern, können die Beschäftigten dadurch mehr Zeit widmen.
Mit QR-Code bedruckte, in Wasser lösliche Etiketten machen die bislang auf Papier weitergegebenen Angaben digital nutzbar. Anhand dieser Kennzeichnung kann das Robotersystem jedes Tablett zweifelsfrei zuordnen. Angaben zu Patientinnen und Patienten sind in den Codes nicht gespeichert, ihr einziger Zweck ist die Unterscheidung der Tabletts.
Welche Speisen für das jeweilige Tablett bestimmt sind, entnehmen die Beschäftigten nach dem Einlesen des Codes den Monitoren. Die auf einzelne Patientinnen und Patienten zugeschnittenen Mahlzeiten lassen sich mit dieser Hilfe fehlerfrei zusammenstellen. Das System schafft eine Grundlage für transparente, standardisierte und digital unterstützte Abläufe. Laut dem Kaufmännischen Direktor Christian Müllner unterstützt es die Beschäftigten im Arbeitsalltag und schafft mehr Sicherheit und Transparenz in der Speisenlogistik. Bernhard Kadlec, Vorstand der NÖ LGA, betont, dass Beschäftigte von Beginn an in Veränderungsprozesse eingebunden werden und die nötigen Kompetenzen für den Umgang mit neuen Technologien erhalten sollen. Der Erfolg der Digitalisierung hänge nicht allein von technischen Lösungen ab, sondern vor allem von den Menschen, die sie täglich nutzen.
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