Spundwand soll Moor auf Paradieswiese in Kitzbühel vernässen

Naturschutzlandesrat René Zumtobel und Bürgermeister Klaus Winkler schlugen beim TORF-Fest die erste Spundwand symbolisch ein. Sie soll Gräben verschließen.
Die erste Spundwand trieben Naturschutzlandesrat René Zumtobel und Bürgermeister Klaus Winkler am 23. Oktober beim TORF-Fest auf der Paradieswiese in Kitzbühel symbolisch in den Boden. Damit das Moor wieder nass werden kann, soll die Spundwand die bestehenden Gräben blockieren und so das Wasser zurückhalten.
Das 7,5 Hektar große Moor war von 13 bis 16 Uhr für die Bevölkerung geöffnet. Was die Paradieswiese auszeichnet, welchen Nutzen Moore haben und wie die Renaturierung erfolgt, erfuhren die vielen Familien und interessierten Erwachsenen, die das Gelände besuchten, an mehreren Stationen.
Expertinnen und Experten gaben Einblicke in den Lebensraum Moor. Welche Maßnahmen vorgesehen sind, wurde dem Publikum ebenfalls an den Stationen erläutert. Wer wollte, konnte das Moor barfuß erkunden.
Am Vormittag nahmen Schülerinnen und Schüler der Mittelschule Kitzbühel an einem Bildungsprogramm des Vereins natopia teil. Das Programm machte sie zu kleinen Forscherinnen und Forschern. An Exkursionen und Workshops zum Moor beteiligen sich zahlreiche Schulen. Die für Moore charakteristischen Tier- und Pflanzenarten sowie die Abläufe in diesem Lebensraum erschließen sich die Kinder unmittelbar im Gelände.
Naturschutzlandesrat René Zumtobel plädierte dafür, dass Kinder und Erwachsene, Menschen aus der Nachbarschaft sowie Grundbesitzerinnen und Grundbesitzer Näheres über Renaturierungsvorhaben in ihrem Umfeld erfahren und ihre Kenntnisse im Naturschutz vertiefen können. Die Bevölkerung einzubeziehen, sei bei solchen Renaturierungsvorhaben wesentlich.
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