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Steiermark legt in Graz Budgetentwurf mit 594-Millionen-Minus vor

Der Entwurf sieht 8,860 Milliarden Euro Einnahmen und 9,454 Milliarden Euro Ausgaben vor. Das Minus sinkt gegenüber dem Budget 2026 um 240 Millionen Euro.

Der Entwurf für den steirischen Landeshaushalt 2027 sieht Einnahmen von 8,860 Milliarden Euro und Ausgaben von 9,454 Milliarden Euro vor. Der Finanzierungssaldo beträgt minus 594 Millionen Euro. Gegenüber dem Budget 2026 verbessert sich der Saldo um 240 Millionen Euro. Zusätzlich konnten Kostensteigerungen in Höhe von 280 Millionen Euro verhindert werden.

Landeshauptmann Mario Kunasek, Landeshauptmann-Stellvertreterin Manuela Khom und Finanzlandesrat Willibald Ehrenhöfer präsentierten den Entwurf im Rittersaal des Grazer Landhauses. Dabei waren auch die übrigen Mitglieder der Landesregierung und die Klubobmänner der Regierungskoalition. Die Landesregierung hatte den Entwurf unmittelbar davor in einer Sitzung beschlossen. Nun wird er dem Landtag Steiermark vorgelegt.

Landtag soll das Budget im Dezember beschließen

Die Budgetrede von Finanzreferent Ehrenhöfer ist für den 20. Oktober 2026 geplant. Die Ausschussberatungen finden am 1. Dezember statt. Der Landtag soll das Budget planmäßig am 16. Dezember beschließen.

Kunasek kündigte an, dass 2027 weitere 150 Stellen nicht nachbesetzt werden. Das Budget soll außerdem die Voraussetzungen schaffen, die Steirerinnen und Steirer noch in dieser Legislaturperiode von der ORF-Landesabgabe zu entlasten.

Für 2027 sind 40 neue Krippengruppen und 20 zusätzliche Kindergartengruppen in Planung. Das Verkehrsbudget steigt laut Landesrätin Claudia Holzer um rund 10 Millionen Euro auf 319,39 Millionen Euro. Bei der Murtalbahn startete die Elektrifizierung mit einer gemeinsamen Ausschreibung von Elektrozügen mit Tirol und Salzburg. Landesrat Willibald Ehrenhöfer kündigte eine Aufstockung des Wissenschaftsfonds und eine Förderung der Transformation der steirischen Automobilindustrie an. In der Sozialunterstützung sollen 2027 um 7,56 Millionen Euro weniger und in der Grundversorgung weitere zehn Millionen Euro weniger veranschlagt werden, sagte Soziallandesrat Hannes Amesbauer.

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