TAB-AUSTRIA reicht in Linz Sanierungsantrag ein
Bild mit KI erstellt Das Verfahren ist noch nicht eröffnet. TAB-AUSTRIA bietet Insolvenzgläubigern 20 Prozent binnen zwei Jahren an, mehr als 50 Gläubiger sind betroffen.
Die TAB-AUSTRIA Industrie- und Unterhaltungselektronik GmbH & Co KG hat beim Landesgericht Linz ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beantragt. Das Insolvenzverfahren ist noch nicht eröffnet. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Ansfelden und betreibt eine Betriebsstätte in Traun.
TAB-AUSTRIA baut, vertreibt, repariert und handelt mit Geräten der Unterhaltungselektronik. Das Unternehmen entwickelt und stellt Softwarelösungen bereit. Es verfügt außerdem über Gewerbeberechtigungen für die industrielle Erzeugung von Automaten und Selbstbedienungsterminals sowie für das Handelsgewerbe.
TAB-AUSTRIA führt Lieferketten und Umsatzeinbruch als Gründe an
Derzeit beschäftigt die Antragstellerin keine Dienstnehmer. Alle bisher Beschäftigten waren nach Angaben im Insolvenzantrag bereits vor der Antragstellung aus dem Unternehmen ausgeschieden. Für eine geplante Fortführung sind zwei Dienstnehmer vorgesehen.
Als Gründe für die Insolvenz führt die Antragstellerin die Folgen der Corona-Pandemie, Störungen in den Lieferketten und einen erheblichen Umsatzrückgang im Stammgeschäft mit Unterhaltungselektronik an. Verzögerungen bei Auslieferung und Abrechnung, eine negative Entwicklung der Absatzmärkte in arabischen Ländern sowie Forderungsausfälle hätten die wirtschaftliche Lage zusätzlich belastet. Auch Restrukturierungsmaßnahmen, die Anpassung des Personalstands und die Neuausrichtung der Vertriebsstrukturen hätten Belastungen verursacht.
Die Verbindlichkeiten beziffert die Antragstellerin mit rund 2,05 Millionen Euro gegenüber Kreditinstituten, rund 360.000 Euro aus Lieferungen und Leistungen, rund 1,7 Millionen Euro gegenüber verbundenen Unternehmen und rund 35.000 Euro gegenüber Mitarbeitern. Die Gesamtverbindlichkeiten betragen laut Antrag rund 4,145 Millionen Euro. Betroffen sind mehr als 50 Gläubiger.
TAB-AUSTRIA plant Fortführung und Sanierungsquote
Das Unternehmen strebt die Fortführung an und will einen Sanierungsplan anbieten. Den Insolvenzgläubigern wird eine Quote von 20 Prozent angeboten, zahlbar innerhalb von zwei Jahren. Die dafür nötigen Mittel sollen aus dem positiven Cashflow des fortgeführten Kerngeschäfts und durch die Einwerbung von Mezzaninkapital im Rahmen eines Investorenprozesses kommen.
Nach Angaben im Antrag wurden bereits personelle und operative Restrukturierungsmaßnahmen umgesetzt. Miet-, Verwaltungs- und variable Betriebskosten wurden neu verhandelt beziehungsweise gesenkt. Forderungen können über den AKV angemeldet werden.
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