AK fordert mehr Ausbildungsangebote für Jugendliche in Oberösterreich
Bild mit KI erstellt Ende August waren 9.451 Unter-25-Jährige auf Ausbildungs- oder Arbeitsplatzsuche. Binnen eines Jahres stieg die Zahl um 4,1 Prozent.
Die Arbeiterkammer Oberösterreich (AK) fordert Landespolitik und AMS Oberösterreich auf, Jugendlichen bedarfsgerechte Beratungs-, Unterstützungs- und Ausbildungsangebote zu machen. Auch Betriebe mit hohem Fachkräftebedarf sollten nach Ansicht der AK nachhaltig in die Ausbildung investieren und jungen Menschen mit schwächeren Noten oder gesundheitlichen Problemen eine Chance geben.
Die AK führt den Anstieg der Arbeitslosigkeit in Österreich seit dem Frühsommer 2023 auf die anhaltend schwache Konjunktur zurück. AK-Präsident Andreas Stangl bezeichnet einen guten Ausbildungsplatz als wichtiges Fundament für den Berufsstart. Jugendlichen ohne Lehrstelle oder Beschäftigung drohten ihm zufolge brüchige Erwerbskarrieren und wiederkehrende Arbeitslosigkeit.
Ende August 2026 suchten in Oberösterreich 9.451 Menschen unter 25 Jahren einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz. Davon waren 1.136 lehrstellensuchend, 5.054 arbeitslos und 3.261 in einer AMS-Schulung. Die Zahl lag um 4,1 Prozent über dem Vorjahresstand und gegenüber August 2023 um mehr als 1.300 höher.
Den stärksten Anstieg bei Jugendlichen ohne Beschäftigung verzeichnete Rohrbach: Dort erhöhte sich ihre Zahl binnen eines Jahres von 204 auf 273, ein Plus von 33,8 Prozent. In Perg stieg sie um 17,5 Prozent von 382 auf 449, in Wels um 15,6 Prozent von 932 auf 1.077. In fünf der 15 oberösterreichischen Bezirke ging die Zahl leicht zurück, in den übrigen Bezirken stieg sie.
Die Zahl der Lehrstellensuchenden stieg binnen eines Jahres um zehn Prozent
In Oberösterreich suchten binnen eines Jahres zehn Prozent mehr Jugendliche eine Lehrstelle, insgesamt waren es 1.136. In Rohrbach stieg die Zahl von 16 auf 58, ein Plus von 262,5 Prozent. Wels verzeichnete einen Anstieg von 105 auf 161, das entspricht 53,3 Prozent. In sechs der 15 Bezirke gab es weniger Lehrstellensuchende als im Vorjahr.
Den größten Rückgang bei den Lehrstellensuchenden meldete Gmunden mit 40,4 Prozent auf 28 Jugendliche. Auch die Zahl der beschäftigungslosen Jugendlichen sank dort, von 429 auf 424.
Die mit dem AK-Ausbildungsfonds geförderten Pilotprojekte zeigten nach Stangls Einschätzung das Potenzial junger Menschen. Er fordert von Landespolitik und AMS passende arbeitsmarktpolitische Maßnahmen und bezeichnet eine Aufstockung der Mittel von AMS und Land Oberösterreich für Jugendbeschäftigungsprojekte als wichtige Investition in die Zukunft.
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