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Tirol empfiehlt Fahrrad-Lichtcheck für bessere Sichtbarkeit

Das Land Tirol empfiehlt einen Check von Fahrradlicht und Reflektoren. In Österreich gilt die situative Winterreifenpflicht von 1. November bis 15. April.

Mit den kürzeren Tagen beginnt für viele Menschen der Arbeits- oder Schulweg bereits im Dunkeln. Die Herbst- und Winterkampagne des Landes Tirol „Gemeinsam & fair im Straßenverkehr“ stellt Sichtbarkeit und gegenseitigen Respekt in den Mittelpunkt. Verkehrslandesrat René Zumtobel ruft dazu auf, im Straßenverkehr Eigenverantwortung zu übernehmen, damit Unfälle vermieden werden können.

Im Herbst empfiehlt das Land, Beleuchtung und Reflektoren am Fahrrad sowie die Scheinwerfer des Autos zu überprüfen. Bei manchen Autos sind die Rückleuchten im Modus „Tagfahrlicht“ nicht eingeschaltet. Daran sollte man besonders bei Dämmerung oder Nebel denken.

Laut einer Erhebung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit aus dem Jahr 2023 sind dunkel gekleidete Personen bei Nacht oder schlechter Sicht erst aus rund 25 Metern Entfernung zu sehen. Selbst bei einer Gefahrenbremsung beträgt der Anhalteweg bei 80 km/h mindestens 56 Meter. Kleidung mit Reflektoren ist schon aus 140 Metern gut zu erkennen. 2025 wurden in Tirol auf Schutzwegen 83 Personen verletzt, eine Person starb. Österreichweit passieren 27 Prozent der Fußgängerunfälle bei Dämmerung oder Dunkelheit.

Der Verkehrssicherheitsfonds fördert Sichtbarkeitsprojekte

Der Tiroler Verkehrssicherheitsfonds unterstützt Organisationen, die das Bewusstsein für Sichtbarkeit fördern und konkrete Verbesserungen umsetzen. Dazu zählt der Verein Sicheres Tirol, der beim Ankauf reflektierender Anhänger für Taschen und Kleidung unterstützt wird. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit erhält finanzielle Unterstützung für den „Fußgängerausweis für Kindergartenkinder“, bei dem Kinder wichtige Verhaltensregeln im Straßenverkehr lernen. Für dieselbe Altersgruppe bietet der ÖAMTC Tirol die Verkehrserziehungsaktion „Kleines Straßen 1×1“ an.

Die „Schutzwegaktion in Tiroler Gemeinden“ fördert bauliche Verbesserungen und eine normgerechte Beleuchtung. Seit 19 Jahren erhalten Gemeinden dafür 50 Prozent der Kosten. Durch das Projekt wurden bisher 514 Schutzwege in 120 Gemeinden verbessert.

Tirol erinnert an winterliche Straßenverhältnisse und Reifenpflicht

Im Herbst regnet es öfter, teilweise ist es neblig und die Tage werden kürzer. Nässe und herabfallendes Laub können die Fahrbahn rutschig machen. Verkehrslandesrat René Zumtobel appelliert, auf eine gute Ausrüstung und Aufmerksamkeit im Straßenverkehr zu achten. In Österreich gilt die situative Winterreifenpflicht von 1. November bis 15. April.

Ein Wunschkennzeichen kostet in Tirol 200 Euro. Davon fließen 60 Prozent in den vom Land Tirol verwalteten Verkehrssicherheitsfonds des Landes und 40 Prozent in den Verkehrssicherheitsfonds des Bundes. Über Förderanträge in Tirol entscheidet der zuständige Verkehrslandesrat, unterstützt von einem Beirat. In diesem sind unter anderem die Verkehrsabteilungen des Landes, Vertreterinnen und Vertreter der Exekutive, des Kuratoriums für Verkehrssicherheit, des ÖAMTC und des ARBÖ vertreten.

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