Tourismusbeschäftigtenfonds erhält jährlich 6,5 Millionen Euro
KI-Bild Der Tourismusbeschäftigtenfonds nimmt seine Arbeit auf. Laut vida sind jährlich 6,5 Millionen Euro für direkte Förderungen vorgesehen.
Der Tourismusbeschäftigtenfonds nimmt seine Arbeit auf. Die Gewerkschaft vida bewertet die nun unmittelbar an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gerichtete Förderung positiv. Für den Fonds sind pro Jahr 6,5 Millionen Euro vorgesehen.
Nach Ansicht der vida ist rasch ein eigenes Angebot für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer nötig, das die bisherigen Hilfen des Wirtschaftsministeriums für Unternehmen ergänzt.
Auf zwei Wegen habe die Gewerkschaft vida zehn Jahre lang auf einen Fonds dieser Art hingewirkt, erklärte Eva Eberhart, Vorsitzende des Fachbereichs Tourismus: mit einer sozialpartnerschaftlichen Lösung ebenso wie durch eine gesetzliche Verankerung.
Der Fonds soll Ausgaben in mehreren Bereichen erleichtern
Die vida nennt unter anderem Aus- und Weiterbildung, Kinderbetreuung und Lehrabschluss als Förderbereiche. Wer in Hotellerie und Gastronomie tätig ist, könnte nach Eberharts Angaben Zuschüsse zu den Kosten für Weiterbildung und Kinderbetreuung sowie während einer Arbeitslosigkeit erhalten. Eberhart bezeichnete sie weiterhin als Niedrigverdienende.
Mit den 6,5 Millionen Euro lasse sich die grundlegende Schieflage im Tourismus nicht beheben, sagte Eberhart. Sie verwies auf eine Frau, die einer Arbeit nachgeht und ihre Kinder allein versorgt. Die Kosten für die Kinderbetreuung müsse sie selbst tragen. Fondsmittel könnten ihr nach Eberharts Einschätzung gelegen kommen.
Eberhart befürwortete, dass der Fonds Betriebe mit gelungenen Konzepten öffentlich präsentiert, etwa solche, die unangemessenem Verhalten sexueller Art entgegenwirken. Auch ein persönliches Gespräch mit Beschäftigten könnte Raum bieten, die Förderangebote zu erläutern. Die vida schätzt Unternehmen, die sich als Vorbilder erweisen: Sie können die berufliche Entwicklung ihrer Beschäftigten fördern, indem sie Aus- und Weiterbildung während der Arbeitszeit ermöglichen und den zweiten Teil der Kurskosten übernehmen.
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