Wohnhaus in Kirchberg nach CO-Alarm behördlich gesperrt
Bild mit KI erstellt Nach der Sperre durften die Bewohner wichtige Habseligkeiten holen und mussten bei Verwandten oder Bekannten unterkommen.
Am Sonntag, 18. Oktober, wurde die Freiwillige Feuerwehr Kirchberg am Wagram um 5.43 Uhr zu einem CO-Alarm in Kirchberg gerufen. Im Kinderzimmer einer Wohnung in einem Wohnbau hatte ein privater CO-Melder wegen eines erhöhten Kohlenmonoxidwerts ausgelöst. Der Familienvater klopfte die Nachbarn wach und rief die Feuerwehr. Als deren Fahrzeuge eintrafen, stand die Hausgemeinschaft bereits auf der Straße und informierte die Einsatzkräfte.
Auch das Gasspürgerät der Feuerwehr bestätigte den Verdacht. Weil die Fenster bereits geöffnet waren, lag die Konzentration deutlich unter dem Wert, den das ungeeichte Haushaltsgerät zuvor angezeigt hatte. Die Feuerwehrleute suchten im Innenbereich nur mit Atemschutz nach einer möglichen Quelle für eine unvollständige Verbrennung. Eine offensichtliche Ursache fanden sie nicht. Deshalb wurde der Störungsdienst von Netz Niederösterreich als Gasversorger hinzugezogen.
Währenddessen wurde eine Leiter aufgestellt, um durch die Fenster einer weiteren Wohnung auf derselben Stiege zu schauen. Dort öffnete niemand, und es war keine Person zu sehen. Da auch kein Auto in der Nähe stand und der Bewohner oft nicht in Kirchberg ist, wurde in Absprache mit der anwesenden Polizei angenommen, dass niemand in der Wohnung war. Nach mehreren Telefonaten wurde ein Ersatzschlüssel besorgt, mit dem sich die Abwesenheit des Bewohners bestätigte.
Auch die Monteure des Gasversorgers fanden kurzfristig keine schlüssige Erklärung für den CO-Gehalt in der Luft. Die Vizebürgermeisterin wurde verständigt, damit das gesamte Objekt baubehördlich gesperrt werden konnte. Wegen der inzwischen niedrigeren Messwerte durften die Bewohner noch ihre wichtigsten Habseligkeiten holen und mussten für die folgende Zeit bei Verwandten oder Bekannten unterkommen. Für weitere Abklärungen und Reparaturen wurde der Notdienst der Wohnbaugenossenschaft verständigt. Die 18 Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Kirchberg am Wagram waren fast vier Stunden im Einsatz. Erst nachdem alle einsatzrelevanten, rechtlichen und fürsorglichen Tätigkeiten abgeschlossen waren, wurde zusammengepackt. Als die Tür des Feuerwehr- und Sicherheitszentrums ins Schloss fiel, war es fast 10 Uhr.
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