Caritas schafft 35 zusätzliche Notschlafplätze in Graz

Von November bis Ende März gibt es in Graz auch zusätzliche Notbetten der VinziWerke. Das Kältetelefon ist täglich von 18 bis 24 Uhr erreichbar.
In Graz wächst das Angebot der Caritas von November bis Ende März um 35 Notschlafplätze. 25 davon sind für Männer in der Arche 38 am Eggenberger Gürtel 38 vorgesehen. In der FranzisCa in der Georgigasse gibt es zehn zusätzliche Plätze für Frauen. Für Kinder, die die Frauen begleiten, sind dort verschiedene Formen der Unterbringung möglich.
Auch die VinziWerke stocken ihr Angebot an Notbetten auf. Versorgung und Unterstützung gibt es während des Tages etwa im Marienstüberl der Caritas und bei der Bahnhofmission.
Das Kältetelefon nimmt Meldungen über Menschen im Freien entgegen
Wer das Caritas-Kältetelefon Graz kontaktieren möchte, kann dies von November bis Ende März an jedem Tag zwischen 18 und 24 Uhr unter 0676 880 15 8111 tun. Wer am Abend in Graz auf eine Person trifft, die im Freien schlafen muss, kann den Hinweis beim Kältetelefon melden.
Die Teams suchen Menschen in Not persönlich auf und unterstützen sie. Wenn es möglich ist, organisieren sie für die Betroffenen einen Schlafplatz in einer Notschlafstelle. Wenn es nötig ist, versorgen sie die Menschen mit Tee, Snacks, Kleidung, Decken und Schlafsäcken, die warm halten.
Für den Winter 2025/26 weist die Bilanz 808 Anrufe aus. Mehr als 50 Freiwillige waren damals aktiv und halfen Menschen, die sich im Freien aufhielten. 19-mal gelang es, Menschen einen Platz in einer Notschlafstelle zu verschaffen. Die VinziWerke berichten von steigender Auslastung ihrer Notschlafstellen und wachsendem Beratungsbedarf. Für Menschen auf der Suche nach Hilfe gestaltet sich die jeweilige Notlage zunehmend vielschichtig. Als Risiken nennt Caritasdirektorin Nora Tödtling-Musenbichler, dass der Alltag teurer wird und bei der Sozialhilfe möglicherweise Einschränkungen drohen. Caritas und VinziWerke gehen davon aus, dass der bevorstehende Winter besonders fordernd wird.
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