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Eine Gruppe posiert in einer Großküche neben Arbeitsflächen mit angerichteten Speisen.

Der 16-stündige, vom Land Tirol finanzierte Kurs behandelte Speisenangebote zur Restevermeidung und die Kommunikation mit Mitarbeitenden und Kundschaft.

Kurz gefasst

KI-Zusammenfassung
  • In Tirol endete die erste Weiterbildung zum „Catering Waste Hero“.
  • 13 Personen schlossen den 16-stündigen Kurs ab; das Land Tirol trug die Kosten.
  • Im MONEYTOR-Programm wirken elf Tiroler Großküchen als Partnerbetriebe mit.

In Tirol ging in den vergangenen Wochen die erste Weiterbildung zum „Catering Waste Hero“ zu Ende. 13 Personen schlossen sie ab. Der Kurs umfasste insgesamt 16 Stunden. Die Kosten dafür trug das Land Tirol.

Auf dem Lehrplan standen passende Speisenangebote, mit denen sich Reste vermeiden lassen, sowie Möglichkeiten, Mitarbeitende und Kundinnen und Kunden für Lebensmittelabfälle zu sensibilisieren. Am Mittwoch, 4. November, überreichte Umweltlandesrat René Zumtobel den Absolventinnen und Absolventen die Teilnahmeurkunden. Die Feier fand im Genusswerk der Agrarmarketing Tirol statt. Die Agrarmarketing Tirol verbindet den bewussten Umgang mit Lebensmitteln damit, Erzeugnisse aus der Region zu achten.

Gemeinsam mit Agrarmarketing Tirol und United Against Waste arbeitet das Land Tirol das ganze Jahr über daran, Lebensmittelverschwendung einzudämmen. Im mehrjährigen MONEYTOR-Programm von United Against Waste wirken elf Tiroler Großküchen als Partnerbetriebe mit.

Die Betriebe dokumentieren dort regelmäßig ihre Lebensmittelabfälle. Mit den Messdaten untersuchen sie die Ursachen und erarbeiten gemeinsam mit United Against Waste geeignete Gegenmaßnahmen.

Für Tirols Außer-Haus-Verpflegung beziffert Umweltlandesrat René Zumtobel die vermeidbaren Lebensmittelabfälle so: „Fast 15.000 Tonnen vermeidbare Lebensmittelabfälle fallen alleine in Tirol jedes Jahr in der Außer-Haus-Verpflegung an, vom Krankenhaus über Pflegeheime, Betriebsrestaurants und Schulen bis zu Gastronomie und Hotellerie.“ Durch diese Abfälle entstehen jährlich rund 30.000 Tonnen klimaschädliche Treibhausgase. Der wirtschaftliche Verlust durch weggeworfene Lebensmittel beträgt pro Jahr 85 Millionen Euro. Großküchen, etwa in Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen, sowie Catering-Betriebe bieten besonders gute Ansatzpunkte, um weniger Lebensmittel zu verschwenden und zugleich sparsamer zu wirtschaften.

Fünf Tiroler Betriebe erhalten Auszeichnungen für ihr Engagement

Die Lebensmittelabfallquote des Heims St. Vinzenz in Innsbruck beträgt jetzt fünf Prozent und ist damit auf die Hälfte zurückgegangen. Sodexo führt die Einrichtung.

Der Titel „Best of Austria“ reiht das Heim unter Österreichs fünf führenden Seniorenheimen mit Pflegeangebot ein. Jährlich vergibt United Against Waste Auszeichnungen an Betriebe, deren Teilnahme am MONEYTOR-Programm besonders viel bewirkt. 2026 wurden in Tirol fünf Betriebe in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet.

Auch das Wohnheim Reichenau der Innsbrucker Sozialen Dienste erhielt den Titel „Best of Austria“ und weist im Pflegebereich einen besonders niedrigen Wert bei Lebensmittelverschwendung auf. In der Kategorie „Top Standort“ wurde das Wohnheim Saggen der Innsbrucker Sozialen Dienste ausgezeichnet. Dort werden übrig gebliebene Speisen regelmäßig gemessen. Daraus leitet das Wohnheim gezielte Maßnahmen wie eine angepasste Menü- und Mengenplanung ab.

In der Kategorie „Top Verbesserung“ wurden der Seniorenpark HALLIT der Stadt Hall in Tirol und das Betriebsrestaurant von GMS Gourmet GmbH in der Tiroler Gesundheitskasse ausgezeichnet. Beide wurden für ihr Engagement in den vergangenen Jahren gewürdigt.

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