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KI-generiertes Bild: Hände blättern in bedruckten Unterlagen mit Eurozeichen.KI-Bild

Kärnten erhielt 2025 EU-Förderungen in Rekordhöhe. Landeshauptmann Daniel Fellner befürchtet Einbußen bei einer zentralen Verteilung durch den Bund.

Nach Kärnten flossen 2025 EU-Förderungen von insgesamt 184,5 Millionen Euro. Damit lag die Summe um 20 Prozent beziehungsweise 30,2 Millionen Euro über dem Wert von 2024. Landeshauptmann Daniel Fellner bezeichnete den Betrag als neuen Rekord.

Fellner berichtete am 3. November 2026 in der Regierungssitzung über den EU-Förderbericht 2025. Anschließend sprach er bei einer Pressekonferenz gemeinsam mit Landeshauptmannstellvertreter Martin Gruber und Landesrätin Beate Prettner über den Bericht.

Von den Fördermitteln entfielen 60 Prozent auf die gemeinsame Agrarpolitik. Sie war damit der wichtigste Förderbereich. Gruber hob hervor, wie wichtig die Gelder für den Raum abseits der Städte und für bäuerliche Familienbetriebe sind. In Kärnten wird jeder aus Brüssel stammende Euro an EU-Förderung durch zusätzliche Mittel ergänzt.

Die Aufbau- und Resilienzfazilität machte mit 31,8 Millionen Euro 17 Prozent der Gesamtsumme aus. Wegen der Corona-Pandemie wurde das EU-Förderprogramm eingerichtet, es läuft 2026 aus. Mit den Mitteln sollten soziale und ökonomische Auswirkungen der Gesundheitskrise gemildert werden. Im Mittelpunkt stehen Investitionen vor allem in Digitalisierung, Klimaschutz und Infrastruktur.

Zur Gesamtsumme trug die Kohäsionspolitik rund 12 Prozent beziehungsweise 21,6 Millionen Euro bei. Sie setzt vor allem auf die Entwicklung der Regionen, auf Innovation und auf Beschäftigungsförderung. Internationale Zusammenarbeit, Bildung, Digitalisierung und Forschung zählten zu den Bereichen, für die insbesondere Mittel aus EU-Aktionsprogrammen flossen. Aus diesen Programmen stammten 19,7 Millionen Euro beziehungsweise 11 Prozent der Förderungen.

Fellner und Gruber verlangen Mitsprache bei der Förderverteilung

Um den EU-Finanzrahmen 2028 bis 2034 wird seit vielen Monaten gerungen. Die EU-Regionalfördermittel könnten künftig nach anderen Regeln verteilt werden. Fellner will einer zentralen Vergabe durch den Bund entgegenwirken und befürchtet geringere Mittel für Kärnten: „Kommt künftig die zentrale Verteilung der Gelder zum Tragen, dann dürften es empfindlich weniger werden“.

Einer Änderung des Verteilungsmodus tritt Fellner nach eigenen Angaben im Ausschuss der Regionen in Brüssel zusammen mit den anderen EU-Regionen entgegen. Gruber pochte für die Förderperiode ab 2028 auf Beständigkeit und eindeutige Rahmenbedingungen: „Die Budgets müssen flexibler gehandhabt und zweckgebunden verwendet werden können, aber wir müssen auch als Bundesland in die Verhandlungen im Sinne eines nationalen Partnerschaftsplanes eingebunden werden“.

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