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Eine Gruppe von Frauen steht auf einer Holzterrasse vor einem hellen Gebäude.

In Frauenkirchen sprachen sich die Länder für mehr Sichtbarkeit von Frauen aus. Tirol und weitere Länder fordern zudem Schutz vor digitaler Gewalt.

Die Landesfrauenreferentinnenkonferenz hat sich am 6. November in Frauenkirchen auf Antrag Tirols dafür ausgesprochen, Frauen sichtbarer zu machen. Der Bund soll prüfen, wie Frauen bei öffentlichen Veranstaltungen stärker vertreten werden können.

Als Vorbild dient die Initiative „No Women No Panel“. Der Bund soll die Einführung einer freiwilligen Selbstverpflichtung für Veranstalterinnen und Veranstalter prüfen, bei der Planung von Podiumsdiskussionen und Konferenzen mindestens eine Frau einzubeziehen. Informations- und Sensibilisierungsmaßnahmen sowie regelmäßiges Monitoring könnten die Umsetzung unterstützen.

Die damalige EU-Kommissarin Mariya Gabriel rief die Initiative 2018 ins Leben. Südtirol hat sie bereits aufgegriffen.

Länder wollen digitale Gewalt gegen Frauen bekämpfen

Tirol brachte gemeinsam mit Burgenland, Vorarlberg, Wien und der Steiermark den Antrag „Konsequente Bekämpfung digitaler Gewalt gegen Frauen und Mädchen“ ein. Darin werden unter anderem die Schließung strafrechtlicher Schutzlücken, bessere Unterstützung bei der digitalen Beweissicherung und ein leichterer Zugang zu Beratung und rechtlicher Unterstützung gefordert.

Zu den Formen digitaler Gewalt zählen Cyberstalking, die unerlaubte Verbreitung intimer Aufnahmen und mithilfe künstlicher Intelligenz erstellte sexualisierte Deepfakes.

Tirol bringt Meldestelle erneut auf die Tagesordnung

Tirol erneuerte zudem seine Forderung nach einer österreichweiten Meldestelle gegen Antifeminismus und Sexismus. Bereits 2023 hatte sich die Konferenz auf Antrag Tirols dafür ausgesprochen, deren Einrichtung zu prüfen. Die Meldestelle soll Vorfälle dokumentieren, Entwicklungen sichtbar machen und Betroffene bei Bedarf an geeignete Beratungsstellen weitervermitteln.

In der Tiroler Studie „Sexismus im Alltag“ aus dem Jahr 2022 gaben drei Viertel der über 1.000 Befragten an, Sexismus bereits erlebt oder beobachtet zu haben.

Am 16. November kommen bei der Euregio-Landesfrauenversammlung in Innsbruck Vertreterinnen und Vertreter aus Tirol, Südtirol und dem Trentino zusammen. Unter dem Motto „Grenzen überwinden: Frauen stärken die Euregio durch Kooperation und Vielfalt“ tauschen sie sich über gemeinsame frauenpolitische Anliegen aus und wollen die grenzüberschreitende Zusammenarbeit stärken. Tirol hat derzeit den Vorsitz in der Euregio inne und ist Gastgeber der Veranstaltung.

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