Innsbrucker Jugendkonferenz präsentiert 24 Gesundheitsprojekte

Mehr als 550 Jugendliche zwischen 12 und 20 Jahren wirkten an den 24 vorgestellten Gesundheitsprojekten mit.
Am Freitag, 6. November 2026, präsentierten Jugendliche aus Innsbruck im Landhaus die Ergebnisse ihrer Gesundheitsprojekte. Bei der Konferenz wurden 24 Projekte vorgestellt, an denen mehr als 550 Jugendliche im Alter von 12 bis 20 Jahren beteiligt waren.
Die Tiroler Jugendgesundheitskonferenz soll die Gesundheitskompetenz junger Menschen stärken. Zu den Ideen gehörten ein Kochbuch mit gesunden Rezepten aus aller Welt, Erste-Hilfe-Workshops von Jugendlichen für Kinder und Beatbox-Workshops. Der Gehörlosenverband Tirol schuf mit dem „Youth Hub“ einen offenen Treffpunkt für schwerhörige und gehörlose Jugendliche, die das Programm mit Workshops, Exkursionen und sportlichen Aktivitäten mitgestalten können. Das Caritas-Jugendzentrum „Space“ ergänzte sein Bewegungsangebot um einen kostenlosen Trainingsbereich. Schüler:innen der Mittelschule Ilse-Brüll-Gasse sammelten Rezepte aus verschiedenen Herkunftsländern für eine selbst gestaltete Kochbroschüre. Der Innsbrucker Jugendbeirat entwickelte das „YouthAid-MindKit“, ein Erste-Hilfe-Kit für psychische Gesundheit. Es verbindet Informationen und praktische Tipps mit Handlungsmöglichkeiten für erste Schritte zur Selbsthilfe und bei Bedarf für den Weg zu professioneller Unterstützung.
Jugendgesundheitskonferenzen finden bis 2028 in allen Bezirken statt
Die ersten Tiroler Jugendgesundheitskonferenzen fanden 2025 in den Bezirken Kufstein und Kitzbühel statt. Bis 2028 werden sie im Auftrag des Landes Tirol in allen Tiroler Bezirken durchgeführt. Finanziert werden die Konferenzen aus Mitteln der Bundesgesundheitsagentur, die Umsetzung übernimmt der Dachverband der Offenen Jugendarbeit (POJAT).
Projektgruppen erhalten für Planung und Umsetzung bis zu 500 Euro pro Projekt. Die POJAT unterstützt die Jugendlichen mit Workshops und Coachings. POJAT-Geschäftsführerin Martina Steiner erklärte: „Ein zentraler Ansatz der Jugendgesundheitskonferenz ist die ‚Peer Education‘. Dabei entwickeln Jugendliche Ideen für Jugendliche und werden dadurch selbst zu Botschafterinnen und Botschaftern für die Gesundheit.“
Ein zentrales Element der Konferenzen ist das neu aufgebaute Netzwerk „Jugendgesundheit Tirol“. Es soll Angebote der Gesundheitsförderung besonders im ländlichen Raum sichtbarer und zugänglicher machen. Zum Netzwerk gehören unter anderem Jugendcoaching Tirol, Rat auf Draht, die Kinder- und Jugendpsychiatrie, die Schulpsychologie, das DentoMobil, RAINBOWS-Tirol und die Kinder- und Jugendanwaltschaft. Fachleute aus dem Netzwerk stehen den Jugendlichen bei der Konferenz für Fragen zur Verfügung.
Jugendliche aus den Bezirken Schwaz und Lienz können 2027 Projekte einreichen. Die Ergebnisse werden im November 2027 bei den Jugendgesundheitskonferenzen präsentiert.
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