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Ein Mann mit grauem Sakko und blauem Hemd blickt in die Kamera.

Die Gebührenpflicht gilt in Innsbruck werktags bis 21 Uhr und samstags bis 18 Uhr. Neue Zonen und höhere Tarife für Parkberechtigungen kommen dazu.

In Innsbrucks Kurzparkzonen sind Gebühren nun von Montag bis Freitag bis 21 Uhr und samstags bis 18 Uhr zu entrichten. Zusätzlich gibt es neue Zonen mit Parkgebühr, und Parkberechtigungen sind teurer geworden. Bei den üblichen Kurzparkgebühren gibt es hingegen keine Änderung.

Viele Besucherinnen und Besucher müssen wegen der längeren Gebührenpflicht mehr bezahlen. Wer nach Dienstschluss Besorgungen erledigt, essen geht oder Dienstleistungen nutzt, muss nun auch am Abend über einen längeren Zeitraum Parkgebühren entrichten.

Hernegger warnt vor Folgen für Handel und Beschäftigte

WK-Bezirksobmann Dietmar Hernegger begründet seine Einwände mit möglichen Folgen für die Kundschaft: „Jede zusätzliche Hürde führt dazu, dass sich Kundinnen und Kunden für einen anderen Einkaufsstandort entscheiden. Besonders problematisch ist die Ausweitung auf die Abendstunden. Darunter leidet auch die Gastronomie, die auf Gäste angewiesen ist, die nach Feierabend in die Stadt kommen.“

Für den stationären Handel nennt die Wirtschaftskammer drei bereits bestehende Belastungen: Leerstände, den wachsenden Handel im Internet und sinkende Umsätze. Auch die Innenstadtgeschäfte stünden laut der Wirtschaftskammer im Wettbewerb mit Einkaufszentren und Handelsstandorten jenseits des Zentrums. Dort können Kundinnen und Kunden vielfach gratis parken.

Nach Hernegger gehören auch jene zu den Betroffenen der neuen Regeln, deren Arbeitsplatz Tag für Tag in der Innenstadt liegt. Bei Beschäftigten im Handel und in der Gastronomie endet der Arbeitstag oft erst am Abend. Die teureren Parkberechtigungen bringen für Beschäftigte Mehrkosten mit sich, wenn diese auf ein Auto angewiesen sind. Betriebe, denen die Suche nach qualifizierten Kräften schwerfällt, hätten laut Hernegger damit noch eine zusätzliche Hürde zu bewältigen. Hernegger sagt: „Die Stadt muss die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Maßnahmen ernst nehmen und genau beobachten.“

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