Kärntens Landesschülervertretung fordert mehr KI-Bildung

Die Landesschüler:innenvertretung arbeitet an einer Wanderausstellung zu Digitalisierung und KI und fordert eine stärkere Behandlung der Themen an Schulen.
Am 3. November trafen Landeshauptmann Daniel Fellner und die Landesschüler:innenvertretung Kärnten zusammen. Rund 70.500 Schülerinnen und Schüler haben eine gesetzlich gewählte Interessenvertretung. Die aktuellen Vorhaben der LSV erläuterten die Landesschulsprecher Jerome Krobat (AHS) und Maximilian Jaritz (BMHS) gemeinsam mit den LSV-Mitgliedern Pia Rudolf (Presse, Bildungspolitik), Benjamin Berchtold (IT und interne Kommunikation) sowie Johannes Moser (Qualitätsmanagement).
Nach einer ausführlichen Unterredung dankte Fellner: „Danke für die coole Diskussion.“ Anschließend besichtigten die fünf mit Fellner das Regierungssitzungszimmer und den Spiegelsaal.
Die LSV will digitale Themen und KI an Schulen stärker verankern
Kärntens Schülerinnen und Schüler legen besonderen Wert auf psychische Gesundheit, Europa, Finanzwissen, demokratische Bildung und digitale Fähigkeiten, vor allem im Bereich Künstliche Intelligenz. Die LSV möchte digitalen Themen und KI an Schulen mehr Gewicht geben. Zu diesen Themen arbeitet sie derzeit an einer Wanderausstellung.
Fellner äußerte Zustimmung zu den Forderungen, die ihm die LSV in einem Dokument vorgelegt hatte: „Ich finde alle eure Forderungen gut.“ Er hob Fortschritte Kärntens bei der Finanzbildung hervor. Fellner erklärte, dass im schulischen Umfeld viel für psychische Gesundheit getan werde, verwies aber zugleich auf den Bedarf: „Aber ihr habt recht, es gibt hier immer Bedarf.“
Auch die Verankerung des Schüler:innenparlaments in der Landesverfassung kam zur Sprache. Fellner sagte dazu: „Kärnten ist das einzige Bundesland, in dem es in der Landesverfassung verankert ist.“ Den Kärntner Jugenddialog, der sich an 14- bis 25-Jährige richtet, erwähnte Fellner ebenfalls. Fellner verwies auf den Stellenwert von Kreativität, Einfühlungsvermögen und Bildung. Kinder sollten möglichst lange ohne elektronische Geräte aufwachsen und sich dabei frei entfalten können.
Die LSV teilte Fellner mit, dass das Schüler:innenparlament am 30. November das nächste Mal tagt. Die Vertretung plant Besuche an sämtlichen Schulen Kärntens, damit Schülerinnen und Schüler dort möglichst breit miteinander ins Gespräch kommen. Die LSV will Europa greifbarer machen und Chancen etwa durch Erasmus+ breiter bekannt machen und nutzen. Gemeinschaftsbildung sei heuer ein wichtiges Thema. Der Teamgedanke solle in den Klassen stärker gelebt werden.
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