Theologische Fakultät in Innsbruck zeigt Leokadia-Ausstellung

Ab 16. November ist die Leokadia-Ausstellung in Innsbruck zu sehen. Schulen können digitale Materialien ab 9. November über LEON abrufen.
Das Land Tirol und die Universität Innsbruck zeigen die Sonderausstellung „Leokadia Justman. Brechen wir aus!“ vom 16. November 2026 bis 30. Juni 2027 in leicht modifizierter Form an der Theologischen Fakultät. Sie befindet sich am Karl-Rahner-Platz 1 im zweiten Stock.
Die Schau können alle Interessierten besuchen, solange das Fakultätsgebäude geöffnet ist. Schulklassen können weiterhin das Vermittlungsangebot nutzen. Im Landhaus 1 lief die frühere Präsentation vom 27. Jänner 2025 bis 26. Oktober 2026. Die Gesamtbilanz der Schau beträgt 9.514 BesucherInnen. Dazu zählen sowohl Menschen, die sich die Präsentation ansahen, als auch jene, die das Begleitprogramm nutzten. Auf tirol.gv.at/erinnern lässt sich die Ausstellung weiterhin als virtuelle Rundumansicht im 360°-Format betrachten.
Leokadias Geschichte wird digital an Tiroler Schulen vermittelt
Ab 9. November können alle Tiroler Schulen eine digitale Materialsammlung über das Bildungsportal LEON nutzen. Der Termin fällt auf den Jahrestag der Novemberpogrome.
Für die Arbeit an Schulen entwarfen das OeAD-Programm ERINNERN:AT, die Pädagogische Hochschule Tirol und das Medienzentrum des Landes Tirol gemeinsam ein digitales Lernangebot. Analoges und interaktives Arbeitsmaterial wird darin mit Videos und Bildersammlungen ergänzt. Aufnahmen geben wieder, wie SchülerInnen aus Leokadias Bericht vorlesen. SchülerInnen der MS Gabelsbergerstraße Innsbruck berichten von Leokadias Überlebensgeschichte. SchülerInnen des BRG in der Au in Innsbruck befassen sich mit Freundschaft und lebendiger Erinnerungskultur.
Bei den 114 Führungen waren knapp 2.500 SchülerInnen und rund 200 Lehrkräfte dabei. ERINNERN:AT und die Pädagogische Hochschule Tirol wirkten als Kooperationspartner mit. Die Ausstellung beruhte auf Leokadia Justmans autobiografischem Bericht. Die Historiker Niko Hofinger und Dominik Markl kuratierten sie. Fotos, Karten, Dokumente und Inhalte in unterschiedlichen Medienformaten machten Leokadias Flucht und ihr Überleben unter der Verfolgung durch die Nationalsozialisten zum Thema.
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