Tirols Geburtensaldo fällt 2025 erstmals seit 1961 ins Minus
KI-Bild 2025 wurden in Tirol 6.728 Sterbefälle und 6.544 Lebendgeborene registriert. Der Saldo lag bei minus 184.
Kurz gefasst
KI-Zusammenfassung
- In Tirol starben 2025 mehr Menschen, als Kinder lebend zur Welt kamen.
- Der Saldo betrug minus 184; zuvor war seit 1961 kein negativer Wert verzeichnet.
- Der Jahresbericht „Demografische Daten Tirol 2025“ der Landesstatistik Tirol umfasst rund 140 Seiten.
2025 kamen in Tirol 6.544 Kinder lebend zur Welt, während 6.728 Menschen starben. Für 2025 ergab die Gegenüberstellung von Geburten und Todesfällen einen Wert von minus 184. Ein negativer Geburtensaldo war in der seit 1961 geführten Statistik bis dahin nicht verzeichnet.
Die Angaben stehen im neuen Jahresbericht „Demografische Daten Tirol 2025“ der Landesstatistik Tirol. Auf rund 140 Seiten zeichnet der Jahresbericht nach, wie Tirols Bevölkerung zusammengesetzt ist und wie sie sich verändert.
Bei den Lebendgeburten ergab sich gegenüber dem Vorjahr ein Rückgang um 2,5 Prozent. Die Sterbefälle nahmen im selben Vergleich um 1,9 Prozent zu. Je Frau kamen 2025 im Schnitt 1,28 Kinder zur Welt. Seit 1961 hatte die Statistik keinen niedrigeren Wert ausgewiesen. Auf jeweils 1.000 Einwohnerinnen und Einwohner kamen in Tirol 8,4 Geburten. Damit lag Tirol knapp über dem österreichweiten Wert von 8,3. Emma und Paul standen bei den 2025 geborenen Kindern an der Spitze der Vornamenstatistik. Sophia und Leo belegten die anschließenden Plätze.
Tirols Bevölkerung wird älter
Am 1. Jänner 2026 waren 20,3 Prozent der Tiroler Bevölkerung 65 Jahre oder älter. Der Wert für Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre betrug 14,2 Prozent und war damit niedriger.
Zu- und Abwanderung beeinflussen maßgeblich, wie sich die Bevölkerung Tirols entwickelt. Die Bilanz der internationalen Wanderungen fiel 2025 zugunsten Tirols aus: Der Zuzug aus dem Ausland übertraf die Zahl der Tirolerinnen und Tiroler, die ins Ausland übersiedelten, um 2.571 Personen. Bei den Wanderungen mit den übrigen österreichischen Bundesländern stand für Tirol ein Minus von 1.030 Personen zu Buche. Der größte Teil der nach Tirol Zugewanderten kam aus Deutschland. Der Saldo mit Deutschland betrug plus 1.085 Personen.
Die Wanderungsbilanz Tirols mit der Schweiz belief sich auf minus 132 Personen, weil mehr Menschen in die Schweiz übersiedelten als von dort nach Tirol kamen. Gegenüber Salzburg fiel Tirols Wanderungsbilanz innerhalb Österreichs am günstigsten aus und wies einen Überschuss von 160 Personen auf. Am deutlichsten fiel das Wanderungsergebnis für Tirol im Verhältnis zu Wien ins Negative: Das Minus belief sich auf 693 Personen.
Die Lebenserwartung blieb über die vergangenen Jahre auf konstant hohem Niveau. Für 2025 lag sie bei Männern bei 81,4 Jahren und bei Frauen bei 85,3 Jahren. Bei den Männern hatte Tirol österreichweit den höchsten Wert, bei den Frauen lag das Bundesland auf dem dritten Platz.
2025 wurden in Tirol 4.027 Ehen geschlossen, nahezu gleich viele wie im Vorjahr. Hinzu kamen 151 eingetragene Partnerschaften. Die Zahl der Ehescheidungen lag bei 1.193 und damit um 8,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Außerdem wurden 14 eingetragene Partnerschaften aufgelöst.
Die jüngste Mutter war 15 Jahre alt, die älteste 50. Der jüngste bekannte Vater war 16, der älteste 66 Jahre alt. Die jüngste Braut war 18 Jahre und vier Monate alt, die älteste 86 Jahre. Die kürzeste Ehe dauerte bis zur Scheidung vier Monate und vier Tage, die längste 60 Jahre.
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