Vogels‘ Gehirnforschung erhält drei Millionen US-Dollar
KI-Bild Die zehnjährige SCOBE-Initiative untersucht, wie Energie die Gehirnfunktion beeinflusst. Vogels' Team soll dazu Computermodelle entwickeln.
Drei Millionen US-Dollar fließen in die Forschung von Tim Vogels. Die Förderung ist Teil der Initiative SCOBE. Vogels ist Neurowissenschafter des Institute of Science and Technology Austria (ISTA) in Klosterneuburg.
SCOBE steht für „Simons Collaboration on Brain Energetics“ und ist eine internationale Initiative. Das Budget der Initiative umfasst insgesamt 80 Millionen US-Dollar, ihre Laufzeit ist auf zehn Jahre angelegt. An der Arbeit beteiligen sich 26 Forschende aus Österreich, den USA, Großbritannien und Norwegen. Vogels arbeitet dabei mit 25 weiteren Forschenden zusammen. Die Leitung liegt bei Thomas Clandinin von der Stanford University in den USA.
Die Forschung befasst sich mit dem Einfluss der Energieversorgung auf die Gehirnfunktion. Das menschliche Gehirn kommt mit rund 20 Watt aus – ähnlich viel Energie benötigt eine Glühbirne, die nur wenig Licht abgibt. Wie das Gehirn Energie im Organ verteilt, aufnimmt und verwertet, lässt sich bislang nur teilweise erklären. Offen sind auch die Folgen eines Energieüberschusses oder Energiemangels im Gehirn.
Vogels’ Forschungsgruppe soll computergestützte Modelle erarbeiten, die den Zusammenhang zwischen dem Energiestoffwechsel in den Mitochondrien und der Aktivität von Nervenzellen abbilden. Dabei sollen die Modelle Energieangebot und Energiebedarf gemeinsam berücksichtigen. Wie sich das Gehirn auf eine Zu- oder Abnahme der Energieverfügbarkeit einstellt, ist eine weitere Forschungsfrage, etwa bei Energiemangel oder Energieüberschuss.
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