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Mähdrescher und Traktor mit Anhänger ernten reifes Getreidefeld vor Bergkulisse

Landwirtschaftskammer-Präsidenten warnen in Klagenfurt vor möglichen Kürzungen von bis zu 20 Prozent bei EU-Agrarmitteln.

Die Präsidenten der neun österreichischen Landwirtschaftskammern haben bei ihrem Sommertreffen auf Schloss Krastowitz in Klagenfurt vor möglichen Kürzungen der EU-Agrarmittel gewarnt. LKÖ-Präsident Josef Moosbrugger befürchtet, dass die Landwirtschaft künftig bis zu 20 Prozent weniger Geld aus Brüssel erhalten könnte.

Die Kammervertreter protestieren gegen mögliche Einschnitte bei der Gemeinsamen Agrarpolitik und warnen vor weiterem Hofsterben. Moosbrugger und Kärntens Landwirtschaftskammer-Präsident Siegfried Huber fordern, die Versorgungssicherheit mit Lebensmitteln stärker in der europäischen und nationalen Politik zu verankern.

Moosbrugger argumentiert, Europa dürfe bei Lebensmitteln nicht in eine vergleichbare Abhängigkeit geraten wie bei der Energieversorgung. Aus seiner Sicht braucht es daher eine ausreichend finanzierte und starke Gemeinsame Agrarpolitik, damit land- und forstwirtschaftliche Betriebe weiter investieren können.

Als Belastung für die Höfe nennen die Vertreter steigende Kosten für Energie und Dünger bei zugleich gleichbleibenden oder sinkenden Erzeugerpreisen. Laut ORF wirkt sich auch aus, dass polnische Rinderzüchter weniger Fleisch in den Iran liefern: Mehr Ware bleibe dadurch in der EU und setze die Preise unter Druck. Für Milch und Schweinefleisch erzielten die Bauern derzeit geringere Preise als gewünscht.

Huber bezeichnete die Lage der Betriebe als angespannt. Zwar seien die bäuerlichen Einkommen laut Statistik Austria im Vorjahr gestiegen, derzeit stehe die Landwirtschaft aber in mehreren Bereichen gleichzeitig unter Druck.

Mit Blick auf die Gemeinsame Agrarpolitik ab 2028 fordert Huber inflationsangepasste Zahlungen und bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die Betriebe. Das Sommertreffen der Kammerpräsidenten findet nach neun Jahren wieder in Kärnten statt. Die Kärntner Bäuerinnen und Bauern wählen am 25. Oktober ihre Interessenvertretung neu. Laut Huber wurden in der Kärntner Landwirtschaftskammer bereits 25 Arbeitsplätze abgebaut.

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