Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern in Kärnten abgeschlossen
Die Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern ist in Kärnten zu Ende gegangen. Im Mittelpunkt standen EU-Agrarpolitik und Belastungen der Betriebe.
Die Präsidentenkonferenz der österreichischen Landwirtschaftskammern ist am 17. Juli in Kärnten zu Ende gegangen. Das dreitägige Treffen fand auf Schloss Krastowitz statt.
Landeshauptmann-Stellvertreter Martin Gruber empfing dabei Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig, den Präsidenten der Landwirtschaftskammer Österreich, Josef Moosbrugger, sowie die Präsidenten der Landwirtschaftskammern.
Nach einer neunjährigen Pause wurde das Sommertreffen der Kammerpräsidenten wieder in Kärnten abgehalten. Auf der Tagesordnung standen die künftige Gemeinsame Agrarpolitik der EU sowie aktuelle Fragen der Land- und Forstwirtschaft.
Versorgung und Wettbewerbsfähigkeit im Mittelpunkt
Moosbrugger und der Präsident der Landwirtschaftskammer Kärnten, Siegfried Huber, rückten Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit in den Vordergrund. Sie verlangten, dass diese Themen in der europäischen und österreichischen Politik stärker berücksichtigt werden.
Moosbrugger verwies auf die wirtschaftliche Belastung vieler Höfe: Die Produktionskosten steigen, während die Erzeugerpreise gleich bleiben oder sinken. Er sprach sich für eine ausreichend finanzierte Gemeinsame Agrarpolitik, eine wettbewerbsfähige heimische Landwirtschaft und an die wirtschaftliche Entwicklung angepasste politische Rahmenbedingungen aus.
Für importierte Lebensmittel fordert Moosbrugger dieselben Vorgaben wie für heimische Ware. Umwelt-, Tierwohl- und Arbeitsstandards dürften weder durch Handelsabkommen noch durch Importe aus Drittstaaten geschwächt werden.
Huber nannte Wetterextreme, Ernteausfälle, Schäden durch große Beutegreifer und höhere Produktionskosten als weitere Belastungen. Er begrüßte die Rückkehr der Agrardieselrückvergütung auf Bundesebene sowie fünf Millionen Euro des Landes für die Hagelversicherungsprämie, die auch Dürreschäden abdeckt.
Für die Gemeinsame Agrarpolitik ab 2028 fordert Huber inflationsangepasste Zahlungen und Bedingungen, die Investitionen in land- und forstwirtschaftlichen Betrieben ermöglichen. Mit der Kampagne „Auf uns ist Verlass“ sollen die Leistungen der heimischen Landwirtschaft sichtbarer werden. Sie soll die Landwirtschaftskammer als verlässliche Partnerin der Kärntner Bäuerinnen und Bauern positionieren.
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