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Hohe Steinsäule mit mehreren Statuen auf einem Platz in Innsbruck vor Bergkulisse bei Abenddämmerung

Die Frauenvernetzung Tirol plant in Innsbruck eine Kundgebung gegen sexualisierte Gewalt und verlangt entschlossenes Vorgehen gegen Täterstrukturen.

Die Frauenvernetzung Tirol hat für Montag, 20. Juli 2026, 19 Uhr in Innsbruck eine Kundgebung gegen sexualisierte Gewalt angekündigt. Sie verlangt ein Vorgehen gegen Strukturen, die Betroffene ihrer Ansicht nach zu häufig allein lassen und Täter nicht konsequent genug verfolgen.

Auslöser sind die bekannt gewordenen Ermittlungen gegen einen 44-jährigen Mann in Tirol. Der Mann befindet sich in Innsbruck in Untersuchungshaft.

Der 44-Jährige soll seine Partnerin mehrmals betäubt und vergewaltigt sowie Aufnahmen davon im Internet verbreitet haben. Die Frauenvernetzung betont, der Fall sei kein Einzelfall.

Besonders schwer wiegt für das Netzwerk der Verdacht, dass der Beschuldigte in Online-Netzwerken aktiv gewesen sein könnte, in denen sexualisierte Gewalt verherrlicht, dokumentiert und weitergegeben wird. Die Frauenvernetzung sieht darin einen Ausdruck patriarchaler Gewalt, die durch gesellschaftliche Strukturen und Denkweisen begünstigt werde.

Forderungen nach politischem Handeln

SPÖ-Justizsprecherin Selma Yildirim sieht in dem Fall die Spitze eines größeren Problems. Sie fordert ein entschlossenes Vorgehen gegen Vergewaltigungsnetzwerke, einen ressortübergreifenden Schwerpunkt im Nationalen Aktionsplan gegen Gewalt an Frauen sowie mehr europäische und internationale Zusammenarbeit.

Die Grünen-Frauensprecherin Meri Disoski spricht von grenzüberschreitend organisierten Täterstrukturen und fordert rasches Handeln von Innen- und Justizministerium. Zudem bemängelt sie, dass Österreich nach öffentlich zugänglichen Informationen nicht an der von Europol koordinierten Operation MEDUSA mitwirke.

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