Hallein: Stangassinger verlangt Neustart beim TVB
Halleins Bürgermeister verlangt die Absage einer aus seiner Sicht nicht korrekt einberufenen TVB-Ausschusssitzung.
Der Konflikt zwischen der Stadt Hallein und dem Tourismusverband (TVB) verschärft sich. Bürgermeister Alexander Stangassinger (SPÖ) fordert die Absage der für Montagnachmittag, 20. Juli, vorgesehenen Ausschusssitzung des Verbands. Er hält deren kurzfristige Einberufung für nicht ordnungsgemäß und bezeichnet sie als weitere Provokation.
Die stimmberechtigten Mitglieder der Stadtgemeinde wollen an der Sitzung nicht teilnehmen. Stangassinger verlangte vom TVB, den Termin abzusagen und den Ausschuss rasch nach den geltenden Vorgaben einzuberufen. Nach seiner Darstellung widerspricht die Einladung dem Tourismusgesetz. Zudem sei die einladende Person dazu nicht befugt gewesen.
Vorstand bleibt vorerst im Amt
Der bisherige TVB-Vorstand hatte am 11. Juli seinen Rücktritt mit sofortiger Wirkung bekanntgegeben. Die Stadt geht jedoch davon aus, dass der Rücktritt nach dem Salzburger Tourismusgesetz erst am 18. Juli wirksam wird. Bis dahin bleibt Obmann Willi Grundtner im Amt und Ansprechpartner der Stadtgemeinde.
TVB-Mitglieder wollten ursprünglich möglichst rasch einen neuen Vorstand wählen. Stangassinger lehnt eine überhastete Wahl ab. Vor einem Neustart sollen alle Mitgliedsbetriebe eingebunden und ihre Positionen erhoben werden.
Geschäftsführung soll neu entschieden werden
Nach der Wahl eines neuen Ausschusses und Vorstands soll aus Sicht des Bürgermeisters auch über die weitere Geschäftsführung entschieden werden. Dabei soll geklärt werden, ob der derzeitige Geschäftsführer Rainer Candido im Amt bleibt oder die Funktion neu besetzt wird.
Auch das Halleiner Stadtfest soll neu ausgerichtet werden. In der kommenden Woche beginnt dazu eine wissenschaftlich begleitete Bürgerbefragung. Sie soll zeigen, welche Erwartungen die Bevölkerung an die künftige Gestaltung des Festes hat.
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