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Drei Personen in Businesskleidung halten vor dem WKÖ-Gebäude zwei große Weltkugeln

Kärntens Warenexporte stiegen 2025 um 5,1 Prozent auf 9,809 Milliarden Euro. Der Außenhandelsüberschuss erreichte knapp 1,7 Milliarden Euro.

Kärntens Warenexporte sind 2025 nach dem Rückgang des Vorjahres wieder gewachsen. Ihr Wert stieg um 5,1 Prozent auf 9,809 Milliarden Euro. Der Außenhandelsüberschuss erreichte knapp 1,7 Milliarden Euro und damit den höchsten Wert in der Geschichte der Kärntner Außenhandelsstatistik.

Die Exporte legten mengenmäßig allerdings nur um 0,4 Prozent zu. Die Importe erhöhten sich wertmäßig um 1,5 Prozent auf 8,157 Milliarden Euro, während ihre Menge um 3,2 Prozent zurückging. Kärnten zählt damit weiterhin zu den fünf Bundesländern mit positiver Außenhandelsbilanz.

EU bleibt wichtigster Absatzmarkt

Mehr als 61 Prozent der Kärntner Exporte gingen in andere EU-Mitgliedstaaten. Deutschland blieb mit einem Exportvolumen von 2,618 Milliarden Euro trotz eines Rückgangs um 1,3 Prozent der wichtigste Handelspartner. China folgte mit 1,305 Milliarden Euro und einem Plus von 23,9 Prozent, Italien lag mit 925 Millionen Euro auf Rang drei.

Im Handel mit China erzielte Kärnten einen deutlichen Überschuss: Exporten von 1,305 Milliarden Euro standen Importe von 871 Millionen Euro gegenüber. Zuwächse gab es auch bei den Ausfuhren nach Malaysia, Polen, Ungarn und in die Schweiz. Rückgänge verzeichneten die USA, Slowenien und Frankreich.

Der Maschinen- und Anlagenbau blieb mit knapp drei Milliarden Euro Exportvolumen und einem Plus von 5,3 Prozent die bedeutendste Warengruppe. Stark zulegen konnten auch elektrische Maschinen und elektrotechnische Waren, Holz und Holzwaren sowie Fleisch und genießbare Schlachtnebenerzeugnisse.

Neue Märkte im Fokus

Die Wirtschaftskammer verweist trotz der positiven Bilanz auf hohe Energie- und Standortkosten, zunehmende Bürokratie und geopolitische Unsicherheiten. Wirtschaftslandesrat Sebastian Schuschnig betonte, die Exportmärkte müssten breiter aufgestellt werden.

Als nächste Schritte sind ein gemeinsamer Standortauftritt bei der EXPO 27 in Belgrad sowie ein Wirtschaftsempfang in München im nächsten Jahr vorgesehen.

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