Kärnten verzeichnet im Halbjahr 231 Firmeninsolvenzen
Der AKV zählte bis Ende Juni in Kärnten 231 Firmeninsolvenzen. Am stärksten traf es die Bauwirtschaft, während Privatinsolvenzen klar zurückgingen.
Der Alpenländische Kreditorenverband hat bis Ende Juni in Kärnten 231 Firmeninsolvenzen erfasst. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mit 194 Fällen bedeutet dies einen Zuwachs von 19,07 Prozent. Dieser Trend verläuft entgegen der Entwicklung im gesamten Bundesgebiet. Viele Betriebe verfügen laut Verband über unzureichende finanzielle Polster und stoßen bei der Kreditaufnahme auf Hürden.
Insolvenzen mit Abweisung mangels Masse legten besonders stark zu und verzeichneten ein Plus von 81,36 Prozent. Dagegen verringerte sich die Zahl der am Landesgericht eröffneten Verfahren um 8,15 Prozent.
In der Bauwirtschaft traten 34 Fälle auf und damit die meisten. Gastronomie sowie Beherbergung folgten mit 30 Insolvenzen, der Handel kam auf 26 Fälle. Die höchsten Verbindlichkeiten entstanden im Grundstücks- und Wohnungswesen mit 19,9 Millionen Euro. Gastronomie wies 17,2 Millionen Euro aus, die Baubranche rund 14,8 Millionen Euro.
Insgesamt sanken die Verbindlichkeiten von 139,7 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025 auf 108,9 Millionen Euro. Weniger große Unternehmen waren betroffen. Insgesamt 352 Dienstnehmer waren von den Firmeninsolvenzen berührt. Die PAYR-Gruppe machte 51 Arbeitnehmer aus, während SK Austria Klagenfurt GmbH und SK Austria Klagenfurt zusammen 42 Personen betrafen.
Bei Privatinsolvenzen zeigte sich ein Rückgang. Die Verfahrenszahl verringerte sich im ersten Halbjahr 2026 auf 326 Fälle, nachdem im Vorjahreszeitraum 341 Verfahren vorgelegen hatten. Das entspricht einem Minus von 4,4 Prozent. Eröffnete Schuldenregulierungsverfahren bei den Bezirksgerichten gingen von 330 auf 312 zurück.
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