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Grauer Kinderwagen im Vordergrund eines Ladens mit zahlreichen weiteren Modellen im Hintergrund.

Vier der zwölf geprüften Kinderwagen schnitten gut ab. Abwertungen gab es wegen Schadstoffen und Mängeln bei der Ergonomie.

Ein gemeinsamer Test des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) und der Stiftung Warentest umfasste zwölf Kinderwagen. Geprüft wurden neun Kombiwagen für ein Kind sowie drei Varianten für Zwillinge oder Geschwister. Vier Produkte wurden mit „gut“ bewertet, drei mit „durchschnittlich“, eines mit „weniger zufriedenstellend“ und vier mit „nicht zufriedenstellend“.

Mehrere Einsitzer erzielten gute Ergebnisse. Unter den Wagen für zwei Kinder kam kein Modell über die Gesamtbewertung „durchschnittlich“ hinaus.

Bei zwei Kinderwagen fanden die Prüfer den Weichmacher DEHP oberhalb des gesetzlichen Grenzwerts. Betroffen waren ein Sitzbügel und ein mitgelieferter Wetterschutz. DEHP zählt zu den Phthalaten. Bei dem Stoff besteht der Verdacht, die Fortpflanzungsfähigkeit zu beeinträchtigen, und er ist in Babyartikeln verboten.

In mehreren Modellen wurden zudem PFAS festgestellt, die Textilien wasser- und schmutzabweisend machen sollen. Der direkte Kontakt gilt für Kinder als geringes Risiko, weil die Stoffe im Material gebunden sind. Bei Herstellung, Nutzung oder Entsorgung können sie jedoch in die Umwelt gelangen und sind schwer abbaubar.

Bei der Gestaltung für Babys zeigten sich ebenfalls Schwächen. Einzelne Liegewannen waren so knapp bemessen, dass größere Kinder nach wenigen Monaten mit Kopf und Füßen anstoßen konnten. Wenn der Wechsel in die Sitzeinheit noch nicht möglich ist, kann daraus eine mehrmonatige Nutzungslücke entstehen. Teilweise waren Rückenlehnen zu kurz oder die Sitze ließen sich nicht ausreichend flach stellen.

Auch die Schieber waren unterschiedlich anpassbar. Manche Wagen boten nur einen kleinen Verstellbereich oder eine fixe Griffhöhe. Der Preis erwies sich nicht als verlässlicher Qualitätsmaßstab, denn vergleichsweise günstige Modelle schnitten teils besser ab als deutlich teurere, während auch Produkte aus dem oberen Preissegment zu den Schlusslichtern gehörten.

Beim Kauf empfiehlt der VKI eine Liegewanne mit mindestens 78 Zentimetern Länge und 35 Zentimetern Breite, eine möglichst flach verstellbare Sitzeinheit, eine lange Rückenlehne, eine verstellbare Fußstütze, einen höhenverstellbaren Schieber, Belüftung, Sonnenschutz, Stauraum, passende Transportmaße und Regenschutz. Die getesteten Einsitzer wiegen von deutlich unter zehn bis etwa 14 Kilogramm, Zweisitzer teils knapp 23 Kilogramm. Die Körbe erlauben je nach Modell zwischen drei und zehn Kilogramm Zuladung. Ausführliche Ergebnisse sollen ab 30. Juli 2026 in der August-Ausgabe von KONSUMENT und auf der VKI-Website verfügbar sein.

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