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Silbernes Elektroauto mit offenem Ladeanschluss und eingestecktem Kabel an einer Ladestation, dahinter parkende Autos vor modernem Gebäude

Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die Pkw-Neuzulassungen in der Steiermark auf 24.079. Alternative Antriebe stellten mehr als 60 Prozent.

Der steirische Neuwagenmarkt ist im ersten Halbjahr 2026 deutlich gewachsen. Von Jänner bis Juni wurden 24.079 Pkw neu zugelassen, das waren 15 Prozent mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres. Die Entwicklung entsprach damit dem österreichweiten Trend.

Elektro- und Hybridfahrzeuge machten mehr als 60 Prozent der Neuzulassungen aus. Bei reinen Elektroautos lag das Plus bei mehr als 36 Prozent, Hybridmodelle wuchsen noch stärker. Benzin- und Dieselfahrzeuge verloren weiter Marktanteile, obwohl ihre Zulassungszahlen leicht stiegen.

Besonders Betriebe treiben die Nachfrage. Österreichweit entfallen rund zwei Drittel aller Neuwagenzulassungen auf Unternehmen. Bei reinen Elektroautos sind es rund 70 Prozent. Auch bei leichten Nutzfahrzeugen nahm die Zahl der Neuzulassungen in der Steiermark um 58 Prozent zu. Vor allem Hybridmodelle gewannen an Bedeutung, zugleich wurden mehr Elektrotransporter angeschafft.

Gebrauchtmarkt schrumpft, Elektrifizierung nimmt zu

Bei Gebrauchtfahrzeugen sank die Zahl der Zulassungen um knapp fünf Prozent. Dennoch wuchs die Nachfrage nach gebrauchten Elektroautos um fast 48 Prozent und nach Hybridfahrzeugen um mehr als 34 Prozent. Dadurch werden Fahrzeuge mit alternativen Antrieben für mehr Haushalte erschwinglich.

Branche kritisiert geplante Änderungen

Der Fahrzeughandel sieht mehrere geplante Regelungen kritisch. Bei Elektro-Dienstwagen soll künftig ein Sachbezug anfallen, wenn Beschäftigte diese privat nutzen. Für reine elektrische Firmenautos war eine solche steuerliche Belastung bisher nicht vorgesehen. Die Branche befürchtet, dass Unternehmen deshalb weniger in Elektromobilität investieren könnten.

Kritik gibt es auch an strengeren Vorgaben für die NoVA-Rückvergütung. Diese könnten nach Einschätzung des Fahrzeughandels besonders exportorientierte Betriebe und den Gebrauchtwagenhandel im Wettbewerb schwächen. Peter Jagersberger, Obmann des steirischen Fahrzeughandels, fordert verlässliche Rahmenbedingungen für Investitionen in moderne Mobilität.

Zusätzliche Unsicherheit sieht die Branche wegen eines Erkenntnisses des Verfassungsgerichtshofs zur sogenannten Raserei. Ab Oktober 2027 könnten unter bestimmten Voraussetzungen auch Leasing-, Miet- und Firmenfahrzeuge vom Fahrzeugverfall betroffen sein. Händler und Werkstätten sehen Risiken etwa bei Probefahrten und Ersatzwagen. Dies könnte sich auch auf Preise und Verträge auswirken.

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