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Wärmetauscher mit Rohrleitungen am Ufer des Achensees vor Bergkulisse

Unter fünf Prozent des theoretischen Wärmepotenzials in Tirols Gewässern sind nutzbar. Am Achensee sieht eine Studie dennoch Chancen für Eben und Achenkirch.

Tirols Oberflächengewässer bergen rechnerisch ein hohes Potenzial für die Wärmeversorgung. Werden Standortbedingungen und der Schutz der Gewässer einbezogen, bleiben davon jedoch weniger als fünf Prozent tatsächlich nutzbar. Das ergibt eine von der Energieagentur Tirol beauftragte Studie zur thermischen Nutzung von Oberflächengewässern.

Besonders der Achensee könnte sich für eine solche Nutzung eignen. Er liegt nahe einem größeren Siedlungsgebiet. Theoretisch wäre damit eine Wärmeversorgung der Gemeinden Eben und Achenkirch möglich.

Die Wärme kann dem Wasser entweder durch eine Entnahme oder mithilfe von im Gewässer installierten Wärmetauschern entzogen werden. Wärmepumpen heben die gewonnene Energie anschließend auf ein Niveau, das sich für Gebäude und Wärmenetze eignet.

Ob ein Projekt umsetzbar ist, hängt wesentlich von den Temperaturverhältnissen im jeweiligen Gewässer ab. Zusätzlich müssen bei Planung und Standortwahl zahlreiche ökologische Anforderungen berücksichtigt werden.

Eine flächendeckende Wärmeversorgung aus Oberflächengewässern ist damit nicht zu erwarten. An einzelnen geeigneten Orten kann die Technologie nach Einschätzung der Energieagentur Tirol aber zum Ziel eines energieautonomen Tirols bis 2050 beitragen.

In dicht bebauten Gebieten könnten geeignete Gewässer zusätzliche Möglichkeiten für Fernwärme sowie für die nachhaltige Wärmeversorgung einzelner Gebäude oder Betriebe eröffnen. Die Energieagentur Tirol erwartet zudem langfristig stabilere Heizkosten und eine geringere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern.

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