Weniger Müll auf Autobahnen, aber 8.915 Tonnen eingesammelt
2025 sammelte die ASFINAG 8.915 Tonnen Abfall auf Autobahnen und Schnellstraßen ein – 105 Tonnen weniger als 2024.
Auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen fielen 2025 insgesamt 8.915 Tonnen Müll an. Das waren 105 Tonnen weniger als ein Jahr zuvor, als die ASFINAG 9.020 Tonnen verzeichnete.
Die größten Mengen wurden in Niederösterreich mit 1.975 Tonnen und in Oberösterreich mit 1.504 Tonnen gesammelt. Es folgten die Steiermark mit 1.415 Tonnen, Tirol mit 1.380 Tonnen und Kärnten mit 1.305 Tonnen.
Gegenüber 2024 ging die Menge in Niederösterreich von 2.141 auf 1.975 Tonnen, in Oberösterreich von 1.553 auf 1.504 Tonnen, in Tirol von 1.449 auf 1.380 Tonnen und in der Steiermark von 1.418 auf 1.415 Tonnen zurück. Mehr Müll als 2024 wurde hingegen in Kärnten mit 1.305 Tonnen, Salzburg mit 531 Tonnen, dem Burgenland mit 471 Tonnen, Vorarlberg mit 287 Tonnen und Wien mit 47 Tonnen registriert. In Wien hatte die Menge im Vorjahr noch 21 Tonnen betragen.
Müll auf der Fahrbahn erhöht Unfallrisiko
Für das Einsammeln gab die ASFINAG 2025 knapp neun Millionen Euro aus. Mehr als 2.200 Tonnen mussten Beschäftigte händisch entfernen. Diese Einsätze erfolgen auch im fließenden Verkehr und mit Tagesbaustellen.
Abfälle in den dafür vorgesehenen Containern an Rast- und Parkplätzen gelten nicht als Sicherheitsproblem. Auf der Fahrbahn können hingegen selbst Flaschen, Dosen oder Papier bei Autobahngeschwindigkeit gefährliche Brems- und Ausweichmanöver verursachen. Betroffen sind sowohl Verkehrsteilnehmende als auch die Mitarbeitenden bei der Räumung.
Zusätzlichen Aufwand verursachen illegal abgestellter Hausmüll und Bauschutt neben den Straßen. Auch Möbelstücke und Altreifen werden dort abgelagert. Die ASFINAG führt solche Funde auf eingesparte Entsorgungsgebühren oder Bequemlichkeit zurück. Müll kann auch durch Würfe aus Fahrzeugen oder verlorene Ladung auf die Straße gelangen.
Im Sommer 2026 starteten Ministerium, ASFINAG und ÖAMTC die Kampagne „Meine Mama/mein Papa arbeiten für dich. Danke, dass du auf sie aufpasst“. Sie soll auf die Risiken der Arbeit auf Autobahnen und Schnellstraßen aufmerksam machen. Die ASFINAG weist außerdem seit Jahren mit dem Spruch „Ich bin die Autobahn, kein Mistkübel“ auf Überkopfanzeigen auf das Thema Littering hin.
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