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APG erneuert Ennstalleitung für 240 Millionen Euro

APG hat die Hauptarbeiten zur Erneuerung der Ennstalleitung gestartet. Die rund 240 Millionen Euro teure Modernisierung soll bis Herbst 2028 fertig sein.

Die Austrian Power Grid AG, kurz APG, hat mit der Generalerneuerung der Ennstalleitung begonnen. Die rund 73 Kilometer lange Leitung ist seit 1949 in Betrieb und hat eine zentrale Funktion für die Stromversorgung des Ennstals und darüber hinaus.

Modernisiert werden insgesamt 234 Maste und sämtliche technischen Komponenten. Das Projekt erstreckt sich über rund 56 Kilometer in der Steiermark und rund 17 Kilometer in Salzburg.

Leistung steigt auf rund 1.200 MVA

APG investiert rund 240 Millionen Euro in das Vorhaben. Die Übertragungsleistung soll sich dadurch auf rund 1.200 MVA verdoppeln.

Die Leitung wird auf der bestehenden Trasse bei unveränderter Spannungsebene von 220 Kilovolt erneuert. Maste, Fundamente, Leiterseile, Erdungen und Armaturen werden modernisiert oder erneuert. Das bisherige Einfach-Seil wird durch ein Zweierbündel ersetzt. Dadurch erhöht sich die Übertragungsleistung, zugleich werden die Korona-Geräusche, das typische Knistern von Stromleitungen, reduziert.

Die neuen Maste werden laut APG standortgleich und mit unveränderter Mastaufstandsfläche errichtet. Je nach Standort können sie um bis zu zehn Meter höher werden. APG zufolge bleiben die Standards für elektrische und magnetische Felder bei Wohnobjekten erhalten und werden gesamthaft optimiert. An vielen Stellen verbessert sich zudem die lichte Durchfahrtshöhe für landwirtschaftliche Fahrzeuge.

Seit März 2026 wurden vorbereitende Maßnahmen umgesetzt. Dazu zählten Wegebauarbeiten, die Ertüchtigung von Brücken sowie die Errichtung von Schutzgerüsten und Montageflächen. Mit der Leitungsabschaltung am 20. Juli begannen die Hauptarbeiten. Die Trasse ist dafür in fünf Baulose unterteilt, in denen während der Bauzeit parallel gearbeitet wird.

Hauptbauarbeiten laufen bis Frühjahr 2028

Die Hauptbauarbeiten laufen bis Frühjahr 2028. Die Gesamtfertigstellung einschließlich Wegerückbau und Rekultivierung ist für Herbst 2028 geplant. Seit Beginn der Abschaltung werden zunächst Leiterseile, Maste und Fundamente der Bestandsleitung entfernt. Anschließend wird die modernisierte Leitung standortgleich errichtet.

Als Teil des APG-Netzes verbindet die Ennstalleitung erzeugungsstarke Regionen im Osten Österreichs mit Pumpspeicherkraftwerken im Westen. Nach Angaben der APG kann über sie Strom aus erneuerbaren Energien österreichweit dorthin transportiert werden, wo er benötigt wird. Laut einer Economica-Studie löst die Investition eine Bruttowertschöpfung von rund 112 Millionen Euro in Österreich aus. Mehr als zehn Millionen Euro davon entfallen auf die Steiermark. Während der Projektumsetzung sollen rund 1.300 Arbeitsplätze entstehen.

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