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Sechs Männer mit weißen Schutzhelmen stehen vor einer großen Karte auf einer Baustelle.

In Hötting beginnt der Bau eines Geschiebeablagerungsplatzes. Die Anlage soll bis 2028 Geröll, Kies und Holz zurückhalten.

Am Höttinger Bach in Innsbruck hat der Bau eines Geschiebeablagerungsplatzes begonnen. Bund, Land Tirol und die Stadt Innsbruck errichten die Anlage gemeinsam oberhalb des Siedlungsraums.

Das Detailprojekt kostet rund 2,8 Millionen Euro und soll bis 2028 umgesetzt werden. Der Rückhalteraum ist mit bis zu 12.000 Kubikmetern angegeben. Bei starken Unwettern soll die Anlage mitgeführtes Material zurückhalten und die Gefahr von Überflutungen und Vermurungen im dicht besiedelten Stadtteil verringern.

Wildbachverbauung setzt erste Schutzstufe um

Planung und Umsetzung übernimmt die Wildbach- und Lawinenverbauung, Gebietsbauleitung Mittleres Inntal. Bagger heben das Gelände aus, die weitere Zufahrt entsteht. Notwendige Holzschlägerungen laufen noch. In einigen Wochen sollen die Betonarbeiten für das Fundament der Sperre beginnen.

Der Geschiebeablagerungsplatz soll Geröll, Kies und Holz oberhalb des Siedlungsraums zurückhalten und das geplante Retentionsbecken vor Verlandung schützen. Das Becken soll bei Extremhochwasser große Wassermengen zwischenspeichern und kontrolliert an den Höttinger Bach abgeben.

Bis 2040 sind zwei aufeinander abgestimmte Bauwerke und Zusatzmaßnahmen mit Gesamtkosten von rund 21,2 Millionen Euro vorgesehen. Geplant sind außerdem eine Hochwasser-Retentionsanlage mit rund 41.600 Kubikmetern Rückhaltevolumen, die Sanierung des Unterlaufgerinnes, eine Seilsperre zum Rückhalt von Wildholz und Erosionsschutzmaßnahmen im Oberlauf.

111 Häuser liegen derzeit in der roten und 326 in der gelben Wildbachgefahrenzone des Höttinger Baches. Die Schutzbauten sind auf sehr seltene Extremereignisse ausgelegt.

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