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Traktor zieht Anhänger mit gestapelten großen weißen Rundballen über ein FeldBild mit KI erstellt

Erste Futterlieferungen erreichen steirische Betriebe. Nach Ernteeinbußen von bis zu 80 Prozent werden vielerorts Wintervorräte verfüttert.

Bei Betrieben mit Futtermangel in der Steiermark sind die ersten Grundfutterlieferungen eingetroffen.

Hitze und anhaltende Trockenheit haben Wiesen und Weiden teilweise austrocknen lassen. Bei Heu und Silage reichen die Ernteverluste je nach Standort bis zu 80 Prozent. Rinderhalter sowie Höfe mit Pferden, Schafen, Ziegen und anderen raufutterfressenden Tieren setzen deshalb bereits Wintervorräte ein.

Bei ersten Betrieben kam es bereits zu Notverkäufen von Tieren. Die Landwirtschaftskammer Steiermark bereitet die Futtervermittlung seit Wochen gemeinsam mit Maschinenring Steiermark, Obersteirischem Maschinenring und Bio Austria Steiermark vor.

Maschinenring erwartet deutlich mehr Futtertransporte

Der Maschinenring Steiermark nutzt sein landesweites Vermittlungsnetz nach eigenen Angaben bereits seit Mai. Für dieses Jahr rechnet die Organisation damit, bis zu fünfmal so viel Futter wie im Vorjahr zu Betrieben mit Mangel zu bringen.

Im Mittelpunkt steht derzeit Silomais als Ersatzfutter. Im Großraum Murau-Murtal sind erste Futtertranchen bei betroffenen Höfen angekommen. Der Obersteirische Maschinenring hofft, einen Großteil des Bedarfs mit Silomais aus dem Süden und Südosten der Steiermark decken zu können. Dort soll die Ernte in den kommenden Wochen beginnen.

Bio Austria Steiermark hat bereits mehrere hundert Heu- und Silageballen an Biobetriebe vermittelt. Für Biomilchbetriebe wird zusätzlich Maissilage von Bioackerbauern beschafft. Bio-Futter soll vorrangig aus der Region oder aus Österreich kommen. Wegen der begrenzten Verfügbarkeit werden aber auch Angebote aus Nachbarländern genutzt, etwa Heu aus Italien.

Bio Austria lockert Vorgaben für Futterzukäufe

Die Organisation hat ihre Futtermittelvorgaben vorübergehend gelockert. Nach einer Freigabe durch die zuständigen Behörden benötigen Biobetriebe bis 31. Mai 2027 keine zusätzliche Genehmigung von Bio Austria, wenn sie Grundfutter aus Nachbarländern oder konventionelles Grundfutter zukaufen.

Bereits im April richtete die Landwirtschaftskammer eine Task Force Trockenheit ein. Sie bündelt Beratung zu Fütterung, trockenheitsangepasster Grünlandbewirtschaftung, Wasserspeicherung im Boden sowie nachhaltiger und wassersparender Bewirtschaftung.

Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer und Landwirtschaftskammer-Präsident Andreas Steinegger setzen sich beim Bund für ein Dürre-Maßnahmenpaket ein. Schmiedtbauer spricht außerdem mit dem Bund über eine mögliche Freigabe zusätzlicher Flächen für die Futtermittelgewinnung.

Als weitere Schritte zur Anpassung an den Klimawandel nennt Schmiedtbauer das Wassernetzwerk Steiermark 2050 mit einem Investitionsvolumen von 150 Millionen Euro, die Förderung von Bewässerungsanlagen sowie Versuche mit klimaresistenten Sorten und Anbauweisen an landeseigenen Versuchsstationen.

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