Hypo Tirol: Höller fordert weniger Bürokratie und kritisiert Bankenabgabe
Bild mit KI erstellt Höller verlangt weniger Bürokratie und kritisiert die verlängerte Bankenabgabe, weil nach ihrer Ansicht Geld für Kredite fehlt.
Regulierung erschwere Banken und Unternehmen in Österreich und Europa gerade bei schwieriger Wirtschaftslage, sagte Claudia Höller, Vorstandssprecherin der Hypo Tirol Bank, in einem APA-Interview.
Kapital- und Liquiditätsvorschriften beurteilte sie hingegen als angemessen. Höller, die seit 35 Jahren im Bankgeschäft tätig ist, wandte sich nicht grundsätzlich gegen Regeln, verlangte aber eine Überprüfung des wachsenden Regelwerks.
Höller verlangt Änderungen bei Melde- und Nachhaltigkeitsvorgaben
Bei Melde- und Dokumentationspflichten sieht sie Reformbedarf. Banken müssten Angaben teils mehrfach an dieselben oder an unterschiedliche Behörden übermitteln.
Kritik äußerte Höller auch an Nachhaltigkeitsvorgaben, die vor allem auf europäische Vorgaben zurückgehen und in Österreich umgesetzt werden. Das Thema sei zwar wichtig, die praktische Ausgestaltung jedoch überladen und für viele Menschen schwer nachvollziehbar. Die Omnibus-Regeln der EU hätten Unternehmen nur begrenzt entlastet. Für zahlreiche Betriebe sei dieser Bereich belastend geworden.
Für den Ersatz von Gas-Etagenheizungen sprach sie sich für einen langfristigen Plan aus, weil ein vollständiger Austausch innerhalb von fünf Jahren aus ihrer Sicht nicht gelingen könne. Die USA seien für sie kein allgemeines Vorbild, hätten beim Abbau von Bürokratie aber mutige Schritte gesetzt und Vorgaben gestrichen.
Die Bundesregierung verlängerte die Bankenabgabe um weitere drei Jahre. Höller kritisierte die Abgabe von 300 Millionen Euro pro Jahr als weder sinnvoll noch wirtschaftlich und schloss sich damit der Position des Branchensprechers Michael Höllerer an. Nach ihrer Einschätzung fehlt dieses Geld anschließend für Kredite an die Wirtschaft.
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