Industrie entnimmt 70 Prozent des Wassers, IV sieht Verbrauch einstellig
Bild mit KI erstellt Nach Darstellung der IV wird Kühlwasser aus der Industrie meist in Gewässer zurückgeführt, der Verbrauch von Industrie und Gewerbe bleibt einstellig.
Nach Einschätzung der Industriellenvereinigung (IV) unterscheidet sich die entnommene Wassermenge deutlich vom tatsächlichen Verbrauch. Für Industrie und Gewerbe bleibe dieser im einstelligen Prozentbereich.
Rund 2,2 Milliarden Kubikmeter ordnet die IV der Wasserentnahme durch die Produktion zu. Ihren Anteil am gesamten Wasserbedarf in Österreich veranschlagt sie auf etwa 70 Prozent.
Aus Oberflächengewässern wie Flüssen stammen laut IV 84 Prozent dieser Menge. Brunnen machen 15 Prozent aus, Quellen ein Prozent. Nahezu die gesamte aus Oberflächengewässern bezogene Menge werde als Kühlwasser verwendet und danach ortsnah wieder in Gewässer geleitet.
Hitze und Trockenheit haben eine Debatte darüber ausgelöst, wer wie viel Wasser verbraucht. Umweltminister Norbert Totschnig (ÖVP) hat ein österreichweites Wasserentnahmeregister angekündigt, um konkrete Mengen zu erfassen.
IV beobachtet keine Produktionskürzungen wegen Wassermangels
Der IV zufolge werden derzeit keine Produktionskürzungen wegen Wassermangels beobachtet. Einen verpflichtenden Wassersparzwang hält der Verband nicht für sinnvoll. Die IV verweist zudem auf das Ziel der Industriebetriebe, Ressourcen sparsam zu nutzen.
Gut 95 Prozent der Wassernutzung in der Warenproduktion entfallen auf Papier-, Chemie-, Lebensmittel-, Textil-, Pharma- und Glasindustrie sowie auf die Metallerzeugung.
Für die Produktion erwartet die IV bis 2050 einen in etwa gleichbleibenden Wasserbedarf. Das Wasserangebot in Österreich werde sich im Durchschnitt nur unwesentlich verändern, regional und je nach Jahreszeit könnten sich einzelne Komponenten des Wasserhaushalts jedoch unterschiedlich entwickeln. Vorsorge wegen abschmelzender Gletscher sei wichtig. Den stärksten Anstieg beim Bedarf erwartet die IV in der Landwirtschaft.
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