Interventionelle Radiologie: Ärztekammer fordert Sicherung in Klagenfurt
Bild mit KI erstellt Die Ärztekammer fordert rasche gemeinsame Lösungen, damit die interventionelle Radiologie am Klinikum Klagenfurt dauerhaft rund um die Uhr verfügbar bleibt.
Die Kärntner Ärztekammer verlangt von der Landesregierung, die interventionelle Radiologie am Klinikum Klagenfurt dauerhaft abzusichern. In einem offenen Brief fordert sie, dass Landesregierung, KABEG, Klinikleitung, Betriebsrat und Ärztekammer rasch gemeinsame Lösungen erarbeiten.
Im Department arbeiten vier Ärzte, 17 Radiotechnologinnen und Radiotechnologen sowie drei Pflegefachkräfte. Das Team stellt die Versorgung rund um die Uhr sicher und behandelt vor allem Menschen mit Schlaganfällen. Urlaube und Krankenstände haben nach Angaben der Ärztekammer derzeit zu personellen Engpässen geführt.
Luca De Paoli hat seine Kündigung eingereicht
Der Leiter des Departments, Luca De Paoli, hat gekündigt. Er arbeitet seit 2014 am Klinikum Klagenfurt und führt den Bereich seit 2024. Nach Darstellung der Ärztekammer entschied er sich dazu, weil die KABEG Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen und zusätzlichem Personal nicht erfüllt habe.
Die Kammer sieht den möglichen Weggang weiterer spezialisierter Beschäftigter als Warnsignal. Sie verweist darauf, dass die Versorgung auf abgestimmte Teams aus Medizin, Pflege, Radiologietechnologie sowie Anästhesie- und Intensivpersonal angewiesen ist.
KABEG sieht die Versorgung weiterhin gesichert
Die KABEG weist die Kritik zurück und erklärt, für das Leistungsangebot der interventionellen Radiologie stünden ausreichend Personalressourcen bereit. Die Patientenversorgung sei auch künftig gesichert.
Nach Angaben der KABEG wurden alle Punkte eines gemeinsam mit dem Team erarbeiteten Fünf-Punkte-Plans umgesetzt. Zusätzliche Radiologen zur Verstärkung des Bereichs seien De Paoli mehrfach angeboten worden, er habe dies jedoch abgelehnt.
Die interventionelle Radiologie kommt bei akuten Schlaganfällen zum Einsatz, kann verschlossene Blutgefäße öffnen und lebensbedrohliche Blutungen stillen. Solche Eingriffe erfolgen häufig ohne große Operation.
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