Sommer 2026 bricht österreichweiten Hitzerekord
Bild mit KI erstellt Mit 2,6 Grad über dem Klimamittel war der Sommer 2026 in Österreich der wärmste seit Beginn der Messungen.
Der Sommer 2026 setzte in Österreich einen Temperaturrekord. Im Mittel war er 2,6 Grad wärmer als das Klimamittel und damit der heißeste Sommer seit Beginn der Messungen. In allen drei Sommermonaten wurde die 40-Grad-Marke überschritten.
Besonders stark fiel die Abweichung im Rheintal aus. Feldkirch lag 3,7 Grad über dem Klimamittel, Bregenz 3,3 Grad.
Viele Wetterstationen verzeichneten neue Sommerrekorde
Von 246 ausgewerteten Wetterstationen meldeten 185 den wärmsten Sommer ihrer Messgeschichte. An weiteren 55 Stationen war er der zweitwärmste. Die höchste in Österreich gemessene Temperatur erreichte am 5. August in Bad Deutsch-Altenburg 41,2 Grad.
An der Hohen Warte in Wien und in Klagenfurt gab es jeweils 45 Hitzetage mit mindestens 30 Grad. Graz, Innsbruck, St. Pölten, Eisenstadt und Bregenz kamen jeweils auf 43 solcher Tage. In Bregenz liegt der langjährige Durchschnitt bei acht Hitzetagen pro Jahr.
Ferlach verzeichnete vorläufig 59 Hitzetage, davon 53 im Sommer. Der bisherige österreichische Höchstwert hatte bei 57 Tagen gelegen und war 2024 in Bad Deutsch-Altenburg erreicht worden. In der Wiener Innenstadt wurden 44 Tropennächte gezählt, der zweithöchste Wert der Messgeschichte. In Hornstein sank die Temperatur in der Nacht auf den 5. August nicht unter 28,5 Grad, ein Rekord für das nächtliche Minimum an einer österreichischen Wetterstation.
Trockenheit verringerte die Niederschläge deutlich
Österreichweit fiel im Sommer rund 31 Prozent weniger Regen als üblich. Teile von Ober- und Niederösterreich, das Burgenland und einzelne Regionen Vorarlbergs waren besonders trocken. In Weyer in Oberösterreich fehlten 59 Prozent der üblichen Niederschlagsmenge. An 49 Wetterstationen war es der trockenste Sommer seit Beginn der jeweiligen Messungen. Bereits vor dem Sommer waren die Böden vielerorts trocken. Lange niederschlagsfreie Phasen und die Hitze verstärkten das Wasserdefizit.
Im zentralen Bergland und im Südwesten brachten Gewitter regional dennoch Starkregen. Dort kam es zu Überflutungen, Muren und örtlichen Hochwassern. Nach längerer Trockenheit kann der Boden große Wassermengen innerhalb kurzer Zeit oft nicht rasch aufnehmen, sodass Regen oberflächlich abfließt, während tiefere Bodenschichten weiterhin zu wenig Wasser haben.
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