Tirols Energiewendetag fällt auf den 8. August

Tirol kann seinen Energiebedarf rechnerisch an 220 Tagen aus heimischer erneuerbarer Energie decken und liegt über Österreich und der EU.
Tirol kann seinen jährlichen Gesamtenergiebedarf rechnerisch an 220 von 365 Tagen vollständig aus heimischer erneuerbarer Energie decken. Der Energiewendetag fällt auf den 8. August, so spät wie bisher noch nie.
Der Energiewendetag bezeichnet den Kalendertag, bis zu dem Tirol den jährlichen Gesamtenergiebedarf nach EU-Systematik aus erneuerbaren Quellen decken kann. Der Wert liegt über dem österreichischen Durchschnitt von 157 Tagen und dem EU-Durchschnitt von 92 Tagen. Im vergangenen Jahr fiel der Tag auf den 31. Juli.
Tirol will bis 2050 energieautonom sein
Bis 2050 soll Tirol an allen 365 Tagen des Jahres rechnerisch energieautonom sein. Energiereferent LHStv Josef Geisler setzt dafür auf den Ausbau heimischer Energieträger. Er hält das Ziel für erreichbar, wenn sich Tirol jedes Jahr eine Woche länger selbst mit erneuerbarer Energie versorgen kann.
Nach ersten Ergebnissen des Tiroler Energiemonitorings sank der Energiebedarf seit 2005 trotz Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums um sechs Prozent, gegenüber dem Vorjahr um ein Prozent. In Tirol gibt es rund 35.600 Photovoltaikanlagen.
In der Wärmeversorgung werden Öl und Gas verstärkt durch Wärmepumpen sowie heimische Nah- und Fernwärme ersetzt. Mehr als jede zehnte Wohnung wird bereits mit einer Wärmepumpe beheizt. An Nah- und Fernwärmenetze sind 11.000 Gebäude oder 24.000 Wohneinheiten angeschlossen.
Speicher und Netze sollen Energieversorgung ergänzen
Für den weiteren Weg sind laut Land der Ausbau von Wasserkraft, Photovoltaik und Biomasse, Energieeffizienz, leistungsfähige Netze und Speicherkapazitäten notwendig. Erneuerbare Energie steht nicht immer genau dann zur Verfügung, wenn sie benötigt wird. Tirol verfügt mit seinen Speicherkraftwerken über einen Standortvorteil. Energieagentur-Tirol-Geschäftsführer Rupert Ebenbichler sieht die Aufgabe darin, mehr Energie aus den Sommermonaten in den Winter zu bringen.
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